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Nordwestmecklenburg Grünes Licht für einen neuen Bootsverleih
Lokales Nordwestmecklenburg Grünes Licht für einen neuen Bootsverleih
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20:25 01.07.2013
Es entstehen keine Geräusch- belästigungen für Strandgäste.“Ingo Bremer

Ingo Bremer aus Boltenhagen hat im April fünf Boote aus der Insolvenzmasse der Firma Ostseesailing gekauft. Der Inhaber der Firma Ostsee Boot Boltenhagen möchte mit ihnen am Strandaufgang Redewisch/Hundestrand einen Bootsverleih eröffnen — und erhielt dafür jetzt grünes Licht von den Gemeindevertretern. „Der Unternehmer wird auch die Wasserrettung übernehmen“, sagte der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU), bevor die Abgeordneten mehrheitlich ihre Zustimmung erteilten.

Bremer hatte sein Vorhaben zuvor der Kurverwaltung genau beschrieben: „Bei den Booten handelt es sich um Fahrzeuge des Typs Hasle mit einer Gesamtlänge von 3,65 Metern und einem Platzangebot für vier Personen. Angetrieben werden diese Boote über 5- beziehungsweise 6-PS-Motoren bei einer Höchstgeschwindigkeit von zehn Stundenkilometern. Bei dieser geringen Geschwindigung entstehen keine Geräuschbelästigungen für unsere Strandgäste“, heißt es in seinem Antrag von Mai. Der Betrieb sei ohnehin ausschließlich hinter der Badebgrenzung geplant, „circa 150 Meter vom Strand entfernt Richtung offene See“.

In seinem Antrag verhehlte der 44-Jährige nicht, dass er zunächst versucht hatte, bei der Sea Side GmbH als Betreiber der Marina Tarnewitz eine Genehmigung zum Gewerbe zu erhalten. „Nachdem ich mich im Gespräch mit Wohnort Boltenhagen vorgestellt hatte, wurde ich nebenbei darauf hingewiesen, das man in den letzten Jahren sehr schlechte Erfahrungen mit Boltenhagener Gewerbetreibenden gemacht hat.

Zwei Tage später erhielt ich per E-Mail den negativen Bescheid“, so Bremer.

Jetzt will er die fünf Boote, die in der Marina zur Weißen Wiek als Charterboote zur Vermietung eingesetzt waren, möglichst zügig in Redewisch an den Start bekommen. Der Unternehmer, der seit zwei Jahren Gäste mit einem Mini-U-Boot in der Marina Tarnewitz abtauchen lässt, hatte Mitte des Monats auf eine Empfehlung des Kurbetriebsaussschusses gehofft. Doch zu seiner Empörung war die Sitzung ausgefallen, weil zu wenig Abgeordnete erschienen waren.

Auch Frank Gade aus Herrnburg war seinerzeit enttäuscht wieder nach Hause gefahren. Der 36-Jährige möchte in Boltenhagen eine Wassersportschule für Kitesurfen eröffnen, erhielt dafür jedoch eine Absage der Gemeindevertretung. Die Kurverwaltung hatte ihm zuvor bereits signalisiert, dass sie seinen Betrieb zwischen den Strandaufgängen 02 und 04 genehmigen würde. „Ich bin kein Naturschützer, aber ich weiß nicht, ob Kitesurfen in dem Bereich so gut ist“, erklärte Schmiedeberg bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Ulrich Sager (FDP) warf ein: „Das würde in diesen Bereich überhaupt nicht passen.“ Und Uwe Dunkelmann (CDU) führte aus: „Auch der Strandabschnitt in Redewisch wird als Badestrand genutzt. Wenn jemand dort eine Surfschule betreibt, müsste der Badestrand dort gesperrt werden.“ Seiner Ansicht nach sei die Wassersportschule an dieser Stelle nicht richtig platziert. Michael Steigmann (Die Linke) schlug im Hinblick auf das parallele Projekt von Ingo Bremer vor: „Die beiden Gewerbetreibenden sollten sich zusammentun. Vom Grundsatz her sehe ich die Sache positiv.“ Dennoch stimmten am Ende neun Abgeordnete gegen Gades Pläne für den betreffenden Strandbereich.

Ulrike Oehlers

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