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Nordwestmecklenburg Grundsteinlegung für den DRK-Anbau
Lokales Nordwestmecklenburg Grundsteinlegung für den DRK-Anbau
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20:35 19.09.2016
Werner Kuhn (2. v. l.), Präsident des DRK-Landesverbandes, Landrätin Kerstin Weiss und Petra Rappen (r.), stellvertretende Bürgermeisterin von Klütz, nahmen die Grundsteinlegung für den Anbau vor. Bauarbeiter Wilfried Zemke (l.) half bei den Maurerhandgriffen. Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

„Der erste Hammerschlag ist für die künftigen Bewohner und dass sie sich hier wohlfühlen. Der zweite Hammerschlag ist für das DRK. Und der dritte Schlag ist für die Bauleute und dass alle Arbeiten unfallfrei gelingen.“ Mit diesen Worten hat Werner Kuhn, Präsident des DRK-Landesverbandes MV, gestern offiziell den Grundstein für den Anbau an die DRK-Wohnanlage „Uns Hüsung“ in Klütz gelegt. Im neuen Gebäudekomplex sollen ab Mitte des nächsten Jahres 20 zusätzliche Einzelzimmer und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung stehen.

„Der gute Ruf braucht jeden Tag Nahrung, der schlechte ernährt sich von allein“, sagte Kuhn in einer kleinen Rede. Nach über 20 Jahren herrsche Erneuerungsbedarf. Mit dem Bauvorhaben sollen die Bedingungen in der Wohnanlage im Lindenring den heutigen Ansprüchen angepasst werden. Die Anforderungen seien bei der Eröffnung der Einrichtung im Jahr 1994 andere gewesen. Mittlerweile wünschen sich immer mehr der älteren Bewohner Einzelbettzimmer, berichtet Renate Peth, Leiterin des Hauses. „Die Nachfrage ist groß. Darum werden wir alles etwas anders strukturieren“, sagte sie.

Die Kapazität wird durch den dreigeschossigen Anbau (Baufläche etwa 450 Quadratmeter) nicht erhöht. Auch nach der Fertigstellung wird Platz für 90 pflegebedürftige Menschen sein, die vollstationär betreut werden müssen. Doch die Zahl der Einzelzimmer wird von aktuell 26 auf 46 steigen. Bewohner, die allein wohnen wollen, können in ein solches, etwa 17 Quadratmeter großes Zimmer umziehen. Im Erdgeschoss des Anbaus wird zudem ein 127 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum entstehen.

Der Anbau kostet rund sechs Millionen Euro. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) trägt den Großteil der Kosten selbst. Fördermittel gibt es vom Deutschen Hilfswerk, das 300000 Euro bereitstellt. „Der Rest sind Eigenmittel und Kredite“, sagte Petra Müller, Geschäftsführerin der DRK-Pflegeeinrichtungen MV gGmbH. Der Untergrund, auf dem gebaut wird, habe die Kosten etwas nach oben getrieben. Denn der torfartige Boden ist nicht tragfähig. „Beim Bau der älteren Gebäudeteile war damals ein Bodenaustausch vorgenommen worden“, berichtete Projektleiter Michael Richter vom Architektenbüro Schnittger aus Kiel. Der Anbau wird dagegen auf 50 in den Boden gebohrten Pfählen stehen. „Der Baugrund war eine Herausforderung“, so Richter. Das Unternehmen Denker und Carstensen aus Lübeck setzt das Bauvorhaben um.

Im Zuge der Arbeiten erhält der Altbestand zusätzlich einen teilweisen Neuanstrich. In den älteren Gebäudeteilen werden Küchen und Bäder saniert, Rufanlagen, Brandmelder und Fußböden erneuert und Balkone angebaut. Auch für die Grünanlagen ist eine neue gärtnerische Gestaltung geplant. Denn durch den Anbau entsteht ein geschlossener Hof. Zuvor hatte die Wohnanlage eine U-Form. „Das wird eine qualitative Aufwertung“, meinte Bauleiterin Kathrin Heyn. „Wir wollen im Juli des nächsten Jahres mit dem Neubau fertig sein“, ergänzte sie.

Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) war bei der Grundsteinlegung dabei. „Dieser Anbau wird eine Qualitätssteigerung bringen“, ist sie sich sicher. Sie versetzte sich in die Lage der Bewohner. „Wir würden selbst gern in Gemeinschaft leben, aber auch unsere Privatsphäre haben wollen“, so Weiss. Das sei mit dem Anbau nun besser bedacht.

Daniel Heidmann

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