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Nordwestmecklenburg Gute Laune statt Muskelkater
Lokales Nordwestmecklenburg Gute Laune statt Muskelkater
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20:21 28.12.2015

Wenn Svea Kugel ihre Kraft auf das stoppschildförmige, etwa anderthalb Meter breite Trampolin bringt, ist ihr die körperliche Anstrengung nicht anzumerken. Mit gebeugten Knien springt die Fitnesstrainerin aus Stove im Lübecker Fitnessstudio auf und ab. Lässig lächelnd schwingt die 18-Jährige ihre Arme durch die Luft und macht ihren 15 Kursusteilnehmern eine Bewegung nach der anderen vor. „Beim Springen auf dem Trampolin muss man einfach gute Laune bekommen“, sagt sie vor dem einstündigen Workout.

Schlicht und einfach Jumping — so heißt die Trendsportart, die Männer und Frauen, Jung und Alt in Deutschland seit knapp zwei Jahren begeistert. Svea entdeckte ihre Freude daran vor fünf Jahren in der Slowakei, als sie im Urlaub einen Ausgleich zum Schwimmen suchte. Seit Anfang 2015 leitet sie selbst zwei Mal in der Woche Kurse. In den einstündigen Einheiten motiviert sie ihre „Mitjumper“ zu Höchstleistungen. Wie fühlt sich eine Trainingseinheit auf dem biegsam flexiblen Netz an? Ich suche die Antwort in einem Selbsttest.

Schon in der „Basic“, im Grundschritt, wird klar: Svea hat nicht zu viel versprochen. Das rhythmische Wippen und eine Leichtigkeit des eigenen Körpers zu erfahren, macht Spaß. Angetrieben durch peppige Dance-Mix-Beats aus den Lautsprechern, möchte man sich auf dem Trampolin einfach gern bewegen. Zum Grundschritt kommen weitere Bewegungsabläufe im höchsten Tempo: angezogene Knie, die Beine zusammen und wieder auseinander, ein Kick in die Luft. Schnell fließt der Schweiß, die Kalorien verpuffen, die über die Festtage hinzugewonnenen Kilos purzeln. Beim ersten Training fällt es noch schwer, die Übungen im gleichen Tempo wie die anderen mitzumachen und darauf zu achten, gleichmäßig und nicht zu hoch zu springen. „Das ist ganz normal“, beruhigt Svea. Nach der ersten, der sogenannten „Chaosstunde“ finde man schnell seinen Rhythmus.

„Jumping ist eine tolle Abwechslung zum Krafttraining mit Hanteln“, sagt Kursusteilnehmerin Anja Jäger (30). Ihre stets motivierte Trainerin und die abwechslungsreiche Musik sorgen dabei für genau die richtige Mischung aus Sport und Spaß. „Das Besondere am Jumping ist, dass jeder mitmachen kann, ganz egal welchen Alters oder Fitnesslevels“, sagt Svea. Zudem sei der Sport nicht nur gelenkschonend, sondern beanspruche alle Muskeln des Körpers. Und das Beste: Durch die Federwirkung des Trampolins gibt es keinen Muskelkater. Den Beweis liefert der Selbsttest: Auch Tage nach dem Training sind keine Anzeichen von Krämpfen oder muskulären Beschwerden zu spüren.

Christoph Brandt

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