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Nordwestmecklenburg Haarige Fort- und Weiterbildung
Lokales Nordwestmecklenburg Haarige Fort- und Weiterbildung
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18:27 25.06.2016

Gelernt ist gelernt. Das gilt für jedes Handwerk. Es gibt allerdings kaum ein Handwerk, in dem es so sehr gilt, auf dem Laufenden zu bleiben, wie bei der schneidenden, föhnenden, färbenden Zunft. Ständig wechselnde Trends, Frisuren, die gestern total angesagt waren, sind heute aber so etwas von out. Es gibt Schulungen – aber viele Friseurinnen machen es wie Yvonne Balck. Die 41-Jährige durchstöbert ständig das Internet. „Ich suche auf YouTube gezielt nach neuen Techniken und interessiere mich für die Frisuren von Promis.“ Flecht- und Hochsteckfrisuren seien genau ihr Ding.

Da werden die raren Zeiten mit Leerlauf zwischen den Kunden auch mal für Probeläufe gesucht. Kollegin Anne Fricker in den Friseurstuben am Markt stellt ihre langen, schwarz gefärbten Haare gern zur Verfügung. Yvonne Balck hat eine Art geflochtenen Dutt auf YouTube entdeckt, der es ihr angetan hat. „Ich habe mir den Film fünf Mal angesehen – jetzt will ich es wissen.“ Zunächst bekommt Anne einen hoch angesetzten Pferdeschwanz verpasst. So weit, so einfach. Aber jetzt wird es haarig. Aus dem Zopf heraus flicht Yvonne einen Kranz, dabei fängt sie oben auf dem Kopf an: „Das ist wichtig, damit es später nicht zu Kopfschmerzen kommt.“

15 Minuten später ist das fummelige Gebilde fertig – und wunderschön. Auch Kollegin Katrin Luschnat ist begeistert. Anne Balck muss den Kopf kräftig schütteln: Sitzt, wackelt und hat Luft. „Dadurch, dass ich von einem Zopf aus geflochten, oben am Kopf angefangen habe und das Ende außerdem in der Frisur verschwinden lassen habe, hat diese Frisur doppelten Halt.“ Anne bekommt nun noch den Auftrag, mit dieser Frisur zu schlafen: „Wenn sie keinen unruhigen Schlaf hat, kann das zwei Tage halten.“

Lehrberuf Friseur: Hauptschulabschluss empfohlen, drei Jahre Lehrzeit, Lehrgehalt: 210 bis 450 Euro im ersten, 250 bis 560 Euro im zweiten und 340 bis 700 Euro im dritten Ausbildungsjahr

LN

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