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Nordwestmecklenburg Hermann Litzendorf: Erschossen, geehrt und fast vergessen
Lokales Nordwestmecklenburg Hermann Litzendorf: Erschossen, geehrt und fast vergessen
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20:13 03.03.2016

Ein Grab in Dassow und ein Gedenkstein in Schmachthagen erinnern an den Mann, dessen Namen die Hermann-Litzendorf-Straße trägt. Zur DDR-Zeit galt er als „Sohn des Volkes“. Die Stadt Grevesmühlen benannte eine Polytechnische Oberschule nach ihm. „Er ist tot, sein Geist aber lebt weiter. Immer und überall, wo von den vielen Opfern der deutschen Arbeiterklasse im Kampf gegen ihre Todfeinde gesprochen wird, gedenkt man auch des Namens Hermann Litzendorf in Ehren“, meinte 1966 Ernst Puchmüller, der 1920 in Dassow eine Ortsgruppe der Kommunistischen Partei Deutschlands gegründet hatte und am 8. Mai 1965 zum ersten Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde, die ihr Kulturhaus, eine Schule und einen Preis für hervorragende Lernergebnisse nach ihm benannte. Heute jedoch sind Hermann Litzendorf und Ernst Puchmüller nur noch den älteren Menschen bekannt.

Hermann Litzendorf wurde in Barendorf geboren. Er war 19 Jahre alt, als er während des rechtsgerichteten Kapp-Putsches im März 1920 in Schmachthagen erschossen wurde. Puchmüller gab die Schuld dem Sohn des damaligen Gutsherrn von Rankendorf. Aussagen von Zeugen bestätigten das. Verurteilt wurde der mutmaßliche „Arbeitermörder“ jedoch nie. 1945 war der Gutsbesitzer von Rankendorf der erste, der im damaligen Kreis Schönberg enteignet wurde.

Von jl

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