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Nordwestmecklenburg „Herrlich, diese Graupelschauer“
Lokales Nordwestmecklenburg „Herrlich, diese Graupelschauer“
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00:00 28.10.2012
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Nordwestmecklenburg

Klütz – Mal zu kalt, mal zu warm, mal zur nass, mal zu trocken: Das Wetter gibt stets aus Neue Anlass zum Aufregen. Ziel der Kritik ist nicht zuletzt auch die Wettervorhersage, die ja sowieso nie zu stimmen scheint. Wie viel jedoch eigentlich dazu gehört, das Wetter präzise voraussagen zu können, davon überzeugten sich am Freitagabend rund 70 Gäste des Literaturhauses Uwe Johnson in Klütz. Dort stellte der aus Funk und Fernsehen bekannte ’Wetterfrosch’ Stefan Kreibohm sein neues Buch vor.

Der gebürtige Parchimer kam zwar ohne das berühmte Puschelmikrofon, sorgte aber dennoch gut zwei Stunden lang für einen launigen Abend rund um Regen, Schnee, Sonne und Wolken. „Um diesen Job zu machen, muss man wetterverrückt sein. Ja, man muss eigentlich einen Sprung haben“, leitete Kreihbohm die Lesung ein. Seine Zuhörer erfuhren so einiges, zum Beispiel über seinen Werdegang, dass er die Nationale Volksarmee der DDR nach dem Mauerfall verließ, „weil ich keinen Feind mehr hatte“, und dass das Wetterstudio, in dem er arbeitet, beinahe nicht auf der Ostseeinsel Hiddensee, sondern im Leuchtturm Roter Sand mitten in der Nordsee eröffnet worden wäre. „Wenn man da 14 Tage allein ist, glaubt man irgendwann nicht mehr, dass man allein ist.“

Einen Crashkurs Meteorologie bekam das Publikum ebenfalls. „Wetter ist simpel, es entsteht allein durch die Sonne“, sagte Kreibohm. Im Gepäck hatte er beeindruckende Bilder des Wettergeschehens auf der Ostsee. Kreibohms Kommentar zu einem davon: „Herrlich, diese Graupelschauer.“

Auch ließ er es sich nicht nehmen, die mediale Hysterie, die nach Stürmen, Hitzewellen und ähnlichen scheinbaren Wetterkapriolen ausbricht, auf die Schippe zu nehmen. „Wie wohl die Arbeit eines Hitzeforschers aussieht?“, fragte Kreibohm in die Runde, und amüsierte sich darüber, dass an dem Supersommer 2006 laut einigen Berichten der fehlende Kälteeinfluss des Planeten Mars Schuld gewesen sein soll.

Seit über zehn Jahren berichtet der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio Hiddensee aus über das Geschehen zwischen Himmel und Erde. Das Wetterstudio wurde 1998 von Jörg Kachelmann gegründet.

Zum Buch: „Kreibohms Wetter! Sonne, Regen – und die Kunst der Wettervorhersage“ ist im Rostocker Hinstorff-Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.

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