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Nordwestmecklenburg Herrnburg: Angler kontra Nabu
Lokales Nordwestmecklenburg Herrnburg: Angler kontra Nabu
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20:25 20.01.2016

Für die Mitglieder des Herrnburger Angelvereins gab es schon bessere Zeiten. Das machte der Vorsitzende Wolf-Dietrich Reich bei der Jahreshauptversammlung deutlich. Die Haushaltslage ist ohnehin angespannt. Kassiererin Gabriele Albrecht kündigte an, dass jedes Mitglied für das vergangene Jahr fünf Euro nachzahlen muss. Außerdem werden die Beiträge in diesem Jahr leicht erhöht.

Nicht gerade rosig sieht es für die Mitglieder auch beim Fischbestand in den beiden Pachtgewässern aus. Neben Karpfen gibt es auch immer weniger Hechte und Barsche im Friedsaal und im Duvennester Moor. Hechte und Barsche wollen die Angler wieder neu besetzen. Bei den Karpfen ist das nicht möglich. Grund dafür ist eine Entscheidung des Naturschutzbundes (Nabu). „Der Nabu hat beschlossen, dass es keine Karpfen mehr im Duvennester Moor geben darf“, schüttelt Wolf-Dietrich Reich mit dem Kopf. Die Naturschützer haben nach Angaben des Vorsitzenden Wasserproben genommen und dabei festgestellt, dass die Karpfen das Wasser zu sehr aufwirbeln. „Dadurch wird das Wasser verschmutzt, sodass die Werte nicht mehr stimmen. Deshalb dürfen wie keine neuen Karpfen mehr einsetzen“, sagt der Vorsitzende.

Bei den Mitgliedern des Herrnburger Angelvereins stößt das auf Unverständnis. Viele angeln nämlich am liebsten Karpfen. Ein Grund: Karpfen wachsen besonders schnell. Zwei Jahre nach dem Besatz können sie laut Reich bereits geangelt werden. Bei anderen Fischen dauert das deutlich länger. Nach dem Verbot des Nabu haben die Herrnburger Angler ihre Pachtgewässer im vergangenen Jahr vor allem mit Schlei besetzt. „Das dauert aber vier, fünf Jahre, bis wir sie fangen können. Und selbst dann ist der Schlei immer noch relativ klein“, sagt Reich.

Im Friedsaal macht den Mitgliedern des Angelvereins auch ein anderer Fisch Sorgen. Wolf-Dietrich Reich vermutet, dass „jemand seine Welse aus seinem eigenen Teich im Friedsaal entsorgt hat.“ Anders könne er es sich nicht erklären, dass ein Angler dort innerhalb von vier Stunden 15 Welse gefangen hat. „Wir haben dort also einen viel zu hohen Bestand an Raubfischen. Das bedeutet, dass die Welse den Friedfischen das Leben schwer machen“, so Reich.

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