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Nordwestmecklenburg Herrnburger Verein beklagt zu geringen Angler-Nachwuchs
Lokales Nordwestmecklenburg Herrnburger Verein beklagt zu geringen Angler-Nachwuchs
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19:12 25.01.2017
Der Friedsaal (im Bild) ist neben dem Duvennester Moor das zweite Gewässer der Herrnburger Angler. Hier wurden vor Jahren Welse ausgesetzt, die sich vermehrt haben und nun die kleineren Fische im Gewässer auffressen. Quelle: Foto: Steffen Oldörp

Beim Herrnburger Angelverein bleibt vorerst alles beim Alten. Bei der Jahreshauptversammlung haben die Mitglieder Wolf-Dietrich Reich als Vorsitzenden bestätigt. Thorsten Decker wurde als stellvertretender Vereinschef bestätigt, Gabriela Albrecht als Kassiererin und Ronald Arndt als Schriftführer.

Höhepunkte des Vereins im Jahr 2016 waren das Anangeln im Frühjahr und das Abangeln im Herbst, sagt Reich. Ein Sommerfest war nicht möglich. „Das hatte finanzielle Gründe. Auch in diesem Jahr ist deshalb keins geplant.“ Ein Problem, dass die Angler seit Jahren begleitet.

Um finanziell mehr Spielraum zu haben, plant der Verein im Herbst ein Skatturnier. „Das Antrittsgeld soll in die Vereinskasse fließen, damit bald auch wieder ein Sommerfest möglich ist.“

Trotz der finanziell angespannten Lage der Herrnburger Angler will der Vorstand nicht, dass der Verein weiter wächst. „Das wäre schwierig, da wir ja nur das Duvennester Moor und den Friedsaal zum Angeln haben“, erklärt Reich. Zurzeit hat der Herrnburger Verein 44 Mitglieder. „Wir hatten vergangenes Jahr zwei Austritte und zwei Neuaufnahmen bei den Erwachsenen.“ Probleme bereitet vor allem der Nachwuchs. „Hier würden wir uns schon über mehr junge Leute freuen, aber die Kinder haben heute ganz andere Interessen“, bedauert Reich. Zurzeit gehören nur vier junge Angler zum Verein.

„Kinder und Jugendliche kommen nur, wenn der Vater oder der Opa angeln.“

Den Fischbestand im Duvennester Morr und im Friedsaal bezeichnet Reich als zufriedenstellend. „Am Duvennester Moor haben wir das Problem, dass das Wasser dort um 70 Zentimeter zurückgegangen ist. Es gibt dort keinen Zu- und Abfluss. Wahrscheinlich gab es zu wenig Niederschlag.“

Ein echtes Problem für die Petrijünger. „In den Bereichen wachsen jetzt nämlich schützenswerte Pflanzen. Somit ist es für uns schwieriger, zum Angeln ans Wasser zu kommen“, so Wolf-Dietrich Reich.

Am Friedsaal gab es im vergangenen Jahr Schwierigkeiten mit zu vielen Welsen. Mittlerweile hat sich der Fischbestand ein wenig erholt. „Der Wels ist ein Raubfisch. Die fressen sich also gegenseitig auf. Deshalb haben wir vom Vorstand gesagt, wir machen da erstmal nichts“, erklärt Reich. Um die Pachtgewässer zu hegen und zu pflegen, haben sich die Mitglieder des Herrnburger Angelvereins 2016 zu fünf Arbeitseinsätzen getroffen. Dabei haben sie unter anderem den Steg am Duvennester Moor erneuert, der marode war und zuletzt vor sechs Jahren repariert wurde. „Hierfür hatten wir Geld durch die Mitglieder, die Boote haben. Sie haben mehr Geld eingezahlt, damit wir solche Reparaturen überhaupt durchführen können.“

Für dieses Jahr wünscht sich der Vereinsvorsitzende, dass mehr Mitglieder bei den Arbeitseinsätzen mit dabei sind und helfen. „Es kommen immer nur sieben, acht Leute, und es sind immer die gleichen Gesichter. Hier würde ich mir deutlich mehr Engagement von anderen Anglern wünschen.“

Steffen Oldörp

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