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Nordwestmecklenburg Hexentanz und Teufelsbraten in Grevesmühlen
Lokales Nordwestmecklenburg Hexentanz und Teufelsbraten in Grevesmühlen
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10:05 01.11.2012
Die Gruppe „Die Lautlosen“ begleitete die Kulturnacht mit mittelalterlicher Musik.
Nordwestmecklenburg

Kaum war es dunkel geworden, strömten am Dienstag große und kleine Hexen, Prinzessinnen, Ritter und Gaukler in die Innenstadt von Grevesmühlen. „Hexentanz und Teufelsbraten“ – so lautete das Motto der 6. Kulturnacht, die anlässlich des 750-jährigen Bestehens zu einer Reise ins Mittelalter eingeladen hatte.

Während Schaukämpfer auf dem Marktplatz Nahkampf trainierten, präsentierten die Schulklassen auf dem Markantplatz ihre Kostüme. Die Kinder der Klasse 4b der Fritz-Reuter-Schule freuten sich über den ersten Preis. Hundert Euro gehen dafür in ihre Klassenkasse. Lehrerin Annegret Runge im Prinzessinnenkostüm, die in der Oktoberkälte ein wenig fror, nahm mit ihren Schülern bereits zum zweiten Mal am Kostümwettbewerb teil. „Die Kinder lieben es, sich zu verkleiden und haben begeistert mitgemacht.“ Auch die kreativen Verkleidungen der beiden zweiten Plätze, der 3 c der Fritz-Reuter-Schule und der 2 b der Grundschule am Ploggensee wurden mit jeweils 75 Euro belohnt.

Mit Fackeln und Laternen ging es anschließend zum Marktplatz, wo auf dem Mittelaltermarkt Kinder und Erwachsene bei Glühwein und Bratwurst gemütlich beisammenstanden, während „Die Lautlosen“ mit mittelalterlicher Musik die Zeitreise perfekt machten.

Sven Schiffner vom Museumsbeirat verteilte Knicklichter und warb dafür, um 20 Uhr zum Städtischen Museum zu kommen, wo mit Hexenspuk eine Sonderausstellung zum Leben im Mittelalter eröffnet wurde. „Wir wollen den Bürgern die Kultureinrichtungen näherbringen“, formulierte Schiffner sein Anliegen. Mission erfüllt. Viele Zeitreisende zog es auch in die Stadtbibliothek, wo der Schauspieler und Regisseur Alfons Kujat in der Rolle des „Francois Villon“– dem populärsten Dichter des französischen Spätmittelalters – über sein Leben fluchte und philosophierte. sang und brüllte über Armut, Tod, Liebe und Wollust und brachte damit sein Publikum zum Lachen. Sabine Josellis von der Stadtbibliothek stellte zufrieden fest: „Die Kulturnacht hat sich etabliert.“ Nachdem sie bereits im letzten Jahr zahlreiche Besucher in die Innenstadt gelockt hatte, wurde sie auch in diesem Jahr mit Begeisterung aufgenommen. Auch die Einzelhändler wurden vom Mittelalterfieber gepackt. Und so brannte in fast allen Geschäften in der Innenstadt noch bis 22 Uhr das Licht.

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