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Boltenhagen Hilfestellungen für Unternehmer

Neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Verwaltungslotsen sollen Firmen helfen.

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Unternehmer aus dem Landkreis ließen sich in Boltenhagen über die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und beim Breitbandausbau sowie über Unternehmensnachfolge informieren. Martin Kopp stellte sich ihnen als künftiger Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung vor.

Quelle: Fotos: Malte Behnk

Boltenhagen. Seit 2015 gibt es einmal im Jahr eine Informationsveranstaltung für Unternehmer aus Nordwestmecklenburg. Wie in den Vorjahren wurde sie auch diesmal organisiert vom Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., dem Handwerker- und Gewerbeverein Klützer Winkel, dem Boltenhagener Gewerbeverein e.V., der Dehoga Klützer Winkel und dem Amt Klützer Winkel.

 

LN-Bild

Wir müssen Standortstärken herausarbeiten.Martin Kopp (36), künftiger Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

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Gestern nutzte Martin Kopp (36) dieses Unternehmerfrühstück im Seehotel Großherzog von Mecklenburg in Boltenhagen, um sich als künftiger Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung in Nordwestmecklenburg vorzustellen. Einen Tag zuvor war er im Kreistag auf diesen Posten bestellt worden. Zwei wesentliche Themen, mit denen er sich unter anderem beschäftigen will benannte er gestern bereits. „In der Verwaltung des Kreises soll es ein Welcome-Center für Neubürger geben“, sagte er. „Dazu müssen wir Standortstärken der unterschiedlichen Regionen herausarbeiten und Zielgruppen festlegen, wen wir als Fachkräfte holen wollen“, erklärte Kopp, der aktuell noch in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland in Husum arbeitet. Sobald dort seine Nachfolge geklärt sei, könne er in Nordwestmecklenburg voll in seine neue Aufgabe einsteigen. Bis dahin werde Dr. Roland Finke, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, noch einspringen.

Auf seine Arbeit freut sich Kopp, unter anderem, weil ihm die Verwaltung Nordwestmecklenburgs viel besser gefällt als die in Nordfriesland. „Dort wird seit Jahren über den Verwaltungslotsen diskutiert, hier gibt es ihn schon“, lobte er die Arbeit von André Reinsch, der Unternehmen zum Beispiel dabei unterstützt, Bauanträge zu stellen und dabei die richtigen Wege zu gehen. „Genauso sieht es bei der Breitbandversorgung aus, da sind Sie auch viel weiter als Nordfriesland“, sagte Martin Kopp. Den Umgang mit der fortschreitenden Digitalisierung sieht er als eine weitere Aufgabe. „Wir wollen Unternehmen, zum Beispiel aus dem Einzelhandel, darin schulen“, so Kopp. Das gehöre zu einer vernünftigen Pflege der bereits ansässigen Unternehmen, was dem künftigen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung ebenso wichtig ist wie die Ansiedlung neuer Firmen.

Die Unternehmer aus dem Landkreis zeigten sich erfreut über den neuen Kopf der Wirtschaftsförderung. Ebenso schöpften sie Hoffnung aus den Ausführungen, die Roland Finke zum bevorstehenden Breitbandausbau machte. Er hatte erklärt, dass die Förderung von Bund und Land fast überall im Kreis gelte. „Laut Förderkulisse soll der Breitbandausbau Ende 2018 fertig sein. Da aber vor allem Tiefbauarbeiten für Glasfaserkabel zu erwarten sind, denke ich eher an Ende 2019“, so Finke. Dann könnten aber selbst kleine Dörfer eine leistungsfähigere Internetleitung haben als die Hansestadt Wismar. Eine weitere Information lieferte Knut Jahnke von der Bürgschaftsbank M-V, der Tipps für die Planung der Unternehmensnachfolge gab. „Dass man bereits mit 55 Jahren anfangen sollte, sich darum zu kümmern, war mir neu“, sagte Peter Maerz, Vorsitzender des Handwerker- und Gewerbevereins Klützer Winkel. Der 63-Jährige hatte sich auch ohne dieses Wissen bereits vor zehn Jahren um die Zukunft seines Versicherungsbüros in Klütz gekümmert und seine Söhne ins Boot geholt. „Aber für die vielen kleinen Handwerksbetriebe in der Region ist das sicher wichtig. Viele haben es nicht auf dem Schirm, dass man länger braucht, um einen guten Nachfolger für sein Unternehmen zu finden“, so Maerz. Knut Jahnke hatte berichtet, dass die Übergabe oder der Verkauf an einen Nachfolger bis zu zehn Jahre dauern könne. Ähnlich sah es auch Wolfgang Kupsch, Geschäftsführer des Gewerbevereins Boltenhagen: „Die Suche nach einem Nachfolger betrifft inzwischen immer mehr Unternehmer in Boltenhagen.“

Malte Behnk

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