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Nordwestmecklenburg Hobbysegler beenden Regattasaison
Lokales Nordwestmecklenburg Hobbysegler beenden Regattasaison
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20:32 24.10.2013
Der Regattastart erfolgt in der Wismarbucht vor der historischen und modernen Kulisse vorbei an den Schwedenkopfdalben. Quelle: Hans-Joachim Zeigert
Wismar

Abtakeln ist angesagt: Für die Freizeitkapitäne und Freunde des Segelsports geht die Saison zu Ende. Vor allem für diejenigen, bei denen dieses maritime Freizeitvergnügen regelmäßig auf dem Programm steht. Zu ihnen gehören die Akteure der Mittwochsregatta.

Und während die Boote langsam ihr Winterquartier beziehen, beginnt bereits die Planung der Aktivitäten für die nächste Saison. Zeitlos gilt dagegen die Aussage: „Segel sind eine Liebeserklärung an den Wind. Sie fangen ihn ein, ohne ihn zu stören, nutzen seine Kraft und entlassen ihn wieder aufs Meer.“

Es ist der Auftakt, blättert man in der hübsch gestalteten Broschüre, herausgegeben vom Wismarer Segler-Verein 1911 (WSV), anlässlich des 100-jährigen Bestehens. Ebenso ans Herz gewachsen dürfte den zahlreichen Wassersportfreunden das Revier der Wismarbucht sein, als eines der beliebtesten und wohl auch landschaftlich interessantesten Segelreviere der südwestlichen Ostsee.

So war es nicht verwunderlich, dass gerade von diesem WSV, dem ältesten und traditionsreichsten der Hansestadt, bereits vor mehr als zehn Jahren, die Initialzündung ausging, eine wöchentliche Mittwochsregatta ins Leben zu rufen.

„Dies hat sich längst zu einer breit gefächerten Gemeinschaft aus den verschiedensten Vereinen entwickelt, von denen vor allem der WSV besonders aktiv und präsent ist“, fasst Uwe Schwill, Vorsitzender des Yachtclub Wismar 61, kurz und knapp zusammen.

Dies und vieles mehr an Teilnehmern, Ergebnissen, Details und Regattamodalitäten sind im Internet unter www.rvs-wismar.de der Regionalvereinigung Segeln Wismarbucht (RVS) zu finden. Immerhin gehören diesem maritimen Zusammenschluss zahlreiche Vereine mit fast 1000 Mitgliedern an, die rund um die Hansestadt ihre Wassersportaktivitäten entfalten.

Die Mittwochsregatta ist nicht nur ein ernst zu nehmender Sportwettbewerb, der über das Saisonjahr exakt ausgewertet wird. Zugleich gelten die Wettfahrten als angenehmer Freizeitausgleich, um sogar an einem Wochentag mit Freunden oder in Familie fern vom Alltagsstress Entspannung zu finden.

„Einfach mal auf dem Wasser abschalten auch mitten in der Woche, denn wer hat schon so attraktive Möglichkeiten, wie sie die geschützte Wismarbucht bietet“, lautet der Grundtenor der aktiven Segler.

Dies mag auf einer der letzten Regatten vor dem Saisonende auch die Segelcrew der „Kidnapper“ vom Yachtclub Wismar so empfunden haben. Für Skipper Michael Bütow war gegen 18 Uhr das Klarmachen seiner Yacht angesagt. Mit dabei waren Steuermann Reiner Kasten sowie Gunnar Wiechert und Regina Kühn.

Kurze Zeit später passierten auch sie die vorgegebene Start- und Ziellinie zwischen den beiden Schwedenkopfdalben nahe der Wendorfer Seebrücke. Eine frische Brise mit 18 bis 20 Knoten, etwa fünf Windstärken, galt in diesem Moment als ideales Seglerwetter und sorgte dafür, dass die einzelnen Yachten schon bald gut am Wind lagen.

Auftakt für die überschaubare Distanz von etwa neun Seemeilen bildet stets ein sogenannter Känguru-Start, also Abfahrten in zeitlich versetzter Folge. Damit wird der unterschiedlichen Schnelligkeit der einzelnen Boote entsprochen. Auch der international übliche Bewertungsmaßstab, Yardstick genannt, berücksichtigt die konstruktiven Unterschiede der einzelnen Boote zugunsten einer fairen Platzierungsfestlegung.

„Wir haben diese international bereits bekannte Segeltradition selbst vor etlichen Jahren in Dänemark erlebt“, erklärt der Wismarer Peter Manthey, einer der dienstältesten Segler, den Beginn dieser Aktivität in der Hansestadt. So war es nicht schwer, die Begeisterung der dortigen Segelfreunde sogleich an die Wismarbucht zu ‚importieren‘.

Die langjährige Mittwochsregatta-Tradition vor den Toren Wismars gab bisher allen Beteiligten recht, zumal nicht nur der sportliche Gemeinsinn von allen geschätzt wird. Auch die Geselligkeit kommt während der gemütlichen Seglerparty mit Siegerehrung am Saisonende nicht zu kurz.

Hans-Joachim Zeigert

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