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Nordwestmecklenburg Hochschule hilft beim Spagat zwischen Studium und Familie
Lokales Nordwestmecklenburg Hochschule hilft beim Spagat zwischen Studium und Familie
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20:18 06.02.2016
Zur Übergabe des Begrüßungspäckchens für Sohn Bruno waren die Eltern Clara Heine und Georg Hundt, Studentin und Hochschul-Absolvent, in die Zwergenstube gekommen. Das Päckchen in Form einer Tasche erhielten sie aus den Händen des Rektors der Hochschule Wismar, Prof. Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister, und der Projektkoordinatorin der Familiengerechten Hochschule, Anja Graeff. Fotos (4): Karin Bergmann

Mit einer Überraschung begann am 3. Februar 2009 das neue Jahr für das vier Wochen alte Baby Benjamin und dessen Mutter. Die Studentin der Verfahrens- und Umwelttechnik hatte als Erste von der Hochschule Wismar ein Begrüßungspäckchen empfangen.

Seitdem haben mehr als 100 „Campus-Eltern“ ein solches Päckchen und Unterstützungsangebote der „Koordinierungsstelle Familiengerechte Hochschule“ bekommen. Mittlerweile ist aus dem Päckchen eine praktische Tasche geworden und nicht mehr nur Studierende lassen sich gern vom Betreuungsteam beraten.

Auch Mitglieder der Professorenschaft und Angestellte suchen in Erwartung ihres Nachwuchses das Büro der Familiengerechten Hochschule auf. „An einer neuen Hochschule Fuß zu fassen ist ebenso fordernd, wie kleine Kinder zu betreuen und großzuziehen. Beides geht nur gleichzeitig, wenn es auch organisatorisch unter einen Hut zu bringen ist. Dafür sind die ,Zwergenstube‘ und die ,Campus-Kita‘ ideale Partner“, so Prof. Roland Larek. Er verweist auf seinen sehr persönlichen Bezug zur Vereinbarkeit von Wissenschaft, Lehre und Familie. 2013 war Larek dem Ruf an die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Wismarer Hochschule gefolgt und gemeinsam mit seiner Familie aus Niedersachsen gekommen. Mit Unterstützung der Koordinierungsstelle gelang der kleinen Familie mit ihrer damals noch einjährigen Tochter Anike ein guter Start in ihrer neuen Heimatstadt. Durch die kurzfristige Betreuung Anikes in der hochschuleigenen Kurzzeitkinderbetreuung „Zwergenstube“ konnte auch Mutter Christina Larek wieder in ihren Beruf als Grundschullehrerin in Wismar einsteigen. Kurz darauf bekam Anike einen Krippenplatz in der Kita „Haus Wellenreiter“ auf dem Campus. Zu Beginn des Wintersemesters 2015/2016 wurde Sohn Bent geboren — auch ein Anlass, um in der „Zwergenstube“ aus den Händen des Rektors, Prof. Bodo Wiegand- Hoffmeister, ein Begrüßungspäckchen in Empfang zu nehmen.

Zu diesem Termin kam auch Julia von Werder mit ihrer jüngsten von drei Töchtern, Elenie. Nach Ende des Mutterschutzes hat die promovierte Bauingenieurin ihre Arbeit an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften stundenweise wieder aufgenommen.

Ebenfalls in Teilzeit arbeitet Judith Reichelt an der Hochschule Wismar beim Akademischen Service für Karrierefragen und studiert parallel im Fernstudium Bachelor Management von Non-Profit Organisationen. „Die Kurzzeitkinderbetreuung ermöglicht das nahtlose Weiterstudieren und Arbeiten mit Baby. Mein Partner arbeitet Vollzeit, ebenso alle Großeltern. Besonders die individuelle Betreuung ist uns wichtig. Das schätzen wir sehr. Wir kommen aus Wismar und wollen auch hier bleiben“, so Judith Reichelt.

Auch Clara Heine möchte für ihren Sohn Bruno das Zwergenstuben-Angebot nutzen, bis sie einen Krippenplatz für ihn bekommt. Denn die junge Mutti möchte wieder in ihr Studium für Kommunikationsdesign und Medien einsteigen, während Vater Georg Hundt, der 2014 dieses Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, freiberuflich als Fotograf und Mediengestalter in Campusnähe arbeitet.

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Karin Bergmann

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