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Nordwestmecklenburg Höchste Sicherheit zwischen den Bäumen
Lokales Nordwestmecklenburg Höchste Sicherheit zwischen den Bäumen
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20:10 14.08.2015
Das Klettern auf wackeligen Elementen zwischen Bäumen ist ein sicheres Abenteuer im Osteebad Boltenhagen. Quelle: Fotos: Malte Behnk
Boltenhagen

Das Abenteuer hoch zwischen den Bäumen im Ostseebad Boltenhagen ist noch sicherer geworden. Ein Sturz aus einem der fünf Parcours im Boltenhagener Kletterpark ist jetzt unmöglich. Tanja Quirin und Dirk Jordan haben in moderne Sicherungstechnik investiert.

Mit neuen Gurten und Karabinern ist es nicht mehr möglich, beide Sicherungen vom Stahlseil zu lösen. „Das war mit der bisherigen Technik der manuell bedienbaren Attack-Karabiner möglich. Es war nie erlaubt und wir haben bei den Einweisungen deutlich drauf hingewiesen, dass immer ein Karabiner im Sicherungsseil befestigt sein muss“, sagt Tanja Quirin zur bisherigen Technik, die in vielen Kletterparks genutzt wird. „Mit der neuen Technik haben wir laut DIN die höchste Sicherheitsstufe für Kletterparks.

Damit haben wir auf Anfragen von Schulklassen reagiert“, sagt sie. Wandertage wurden nämlich abgesagt, weil die Versicherungen der Schulen kein Risiko tragen wollten. Dabei war auch das bisherige Sicherungssystem vom Tüv abgenommen. „Wir hatten auch mit der alten Technik in acht Jahren keinen Unfall“, sagt Tanja Quirin. Bevor sie mit Lebensgefährte Dirk Jordan den Kletterpark in Boltenhagen eröffnete, haben beide in Kühlungsborn im Kletterwald von Harald Jordan gearbeitet.

Trotz der guten Erfahrung mit dem bisherigen Sicherungssystem kam schnell der Entschluss, umzurüsten. Da das neue Sicherungssystem etwa dreifach so teuer ist wie die vorher genutzten Gurte und Karabiner, wurden einige Tausend Euro investiert. Doch es hat sich gelohnt. „Schulklassen, die erst abgesagt hatten, haben jetzt doch ihren Wandertag gebucht, nachdem wir die neue Technik eingeführt haben“, sagt Tanja Quirin erfreut.

Die neuen Karabiner sind per Bautenzug miteinander verbunden. Diese Technik verhindert, dass beide Karabiner vom sichernden Stahlseil gelöst werden können. „Wenn ein Karabiner geöffnet ist, bleibt der andere zu. Er lässt sich erst öffnen, wenn der erste Karabiner wieder geschlossen ist und das funktioniert nur am Stahlseil“, erklärt Tanja Quirin. Zusätzlich kommen Magnete zum Einsatz, die in den Karabinern verbaut sind und im Parcours ans Stahlseil geschraubt wurden. Die neue Technik bedeutet mehr Sicherheit, aber auch mehr Arbeit. Jeden Tag vor Öffnung des Kletterparks müssen die Karabiner von 110 Gurten an einem Stahlseil getestet werden. „Das ist etwas aufwendiger als der Check der Technik, die wir sonst benutzt haben“, sagt Tanja Quirin.

Geöffnet ist der Kletterpark in Boltenhagen, Ostseeallee 101, bis 21. August täglich von 10 bis 16 Uhr, ab dem 22. August von 11 bis 15 Uhr.

• Info:

www.kletterpark-boltenhagen.de

Wir hatten auch mit der alten Technik
in acht Jahren keinen Unfall.“ Tanja Quirin,
Kletterparkbetreiberin

Malte Behnk

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