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Nordwestmecklenburg Hort braucht Räume in der Schule
Lokales Nordwestmecklenburg Hort braucht Räume in der Schule
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20:43 25.07.2017
Der Hort „Neptuns Kinnings“ in Boltenhagen hat Platzprobleme – im Sinne des Brandschutzes muss umgebaut werden. Quelle: Foto: Malte Behnk

. Die Platzprobleme in Boltenhagens Hort „Neptuns Kinnings“ – betrieben vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) – werden akut.

Infos zum Hort

Im Hort gilt ein Betreuungsschlüssel von 1:22 (1 Erzieher pro 22 Kinder).

Das Angebot zur Betreuung in Boltenhagens Hort kann ganztags (sechs Stunden) oder halbtags (drei Stunden) genutzt werden. Auch in den Ferien ist Betreuung möglich.

Die Gemeindevertreter des Ostseebads haben jetzt beschlossen, dass zunächst vier Klassenräume in der Grundschule vom Hort mitgenutzt werden sollen. Zum Schuljahr, das nach den Sommerferien 2018 beginnt, soll eine langfristige Lösung erarbeitet werden.

Es gibt mehrere Gründe, warum sich Boltenhagens Politiker mit der Auslastung des Horts beschäftigen müssen. Zum einen hat die Einrichtung vom Landkreis Auflagen zur Verbesserung des Brandschutzes erhalten, ohne die die Betriebserlaubnis gefährdet ist. Hierfür hat die Wismarer Ingenieurin Michaela Slopinski ein Brandschutzkonzept erarbeitet. Das zeigt, dass die Architektur des Hortes verändert werden muss. Bislang führt mindestens ein Rettungsweg für eine der Hortgruppen durch einen der Räume. Flure im Gebäude müssen umgebaut werden, damit es zwei funktionsfähige Fluchtwege für den Notfall gibt. Platz, der dafür benötigt wird, ist aber vom Werkraum der Schule belegt.

Deswegen müssen jetzt ab 13 Uhr vier Räume im Schulgebäude für die Nachmittagsbetreuung genutzt werden. Das werde von der Schulkonferenz so akzeptiert, teilte Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) in der Gemeindevertretersitzung mit. „Wenn wir vier Räume in der Schule nutzen, braucht der Hort auch vier Erzieher dafür“, merkte Gemeindevertreter Kay Grollmisch (ptl.) daraufhin an. Das DRK werde Personal einstellen müssen, was sich auf die Betreuungskosten auswirken kann, so Schmiedeberg. „Wir wollen uns mit Klütz und Damshagen an das Sozialministerium wenden, ob wir Zuschüsse bekommen, weil es bei den Nachbarn keinen Hort gibt“, sagte er. Der Werkraum soll langfristig aus dem Hortgebäude verschwinden. Für ihn soll ein Anbau an das Schulgebäude geplant werden. Eine Lösung mit Containern lehnten die Gemeindevertreter ab. Welche Kosten für die Gemeinde durch die Veränderungen des Hortbetriebs entstehen, ist noch nicht bekannt.

Außer den baulichen Vorschriften für den Brandschutz ist der wachsende Bedarf für Kinderbetreuung ein Grund für die Diskussion. Anfänglich gab es in Boltenhagens Hort 70 Plätze, inzwischen gibt es nach einer Erweiterung der Betriebserlaubnis im vergangenen Jahr 129 Plätze. Selbst die werden künftig nicht ausreichen. Schon jetzt kann die Aufnahme von 25 Kindern für das Schuljahr 2017/18 nicht gewährleistet werden.

Hintergrund ist, dass auch immer mehr Grundschüler in Boltenhagen angemeldet werden. Erstmals wurde die erste Klasse im vergangenen Sommer dreizügig eingeführt. Das wird sich nach einer Prognose in diesem und im nächsten Sommer fortsetzen. Insgesamt werden derzeit etwa 180 Schüler in neun Klassen von insgesamt zehn Lehrkräften unterrichtet. Nach den großen Ferien werden es dann schon zehn, ein Jahr später elf Klassen sein.

Parkplatz wird verbessert

Boltenhagens Gemeindevertreter haben auch beschlossen, dass der Schotterparkplatz an Schule und Hort ausgebaut werden soll. Die unbefestigte Fläche habe schon viele Schlaglöcher und biete Eltern und Besuchern des Festsaals keine attraktive Parkmöglichkeit. Finanziert wird der Ausbau des Parkplatzes mit Geld, das bei der Neugestaltung des Schulhofes im vergangenen Jahr nicht ausgegeben wurde.

Malte Behnk

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