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Nordwestmecklenburg Hunde in Ravensruh vergiftet?
Lokales Nordwestmecklenburg Hunde in Ravensruh vergiftet?
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20:21 11.12.2015
So ähnlich wie dieser Riesenschnauzer soll die Hündin aus dem Tierheim in Dorf Mecklenburg ausgesehen haben. Quelle: Fotos: Rainer Schulz (1), H.-J. Zeigert (1)

Für Aufsehen sorgte vor wenigen Tagen die Nachricht, dass zwei Hunde in Perlin im Amt Lützow-Lübstorf vergiftet worden sein sollen.

Die Polizei ermittelt. Nun sprechen Tierschützer von neuen möglichen Vergiftungsfällen im Osten des Landkreises. In Ravensruh bei Neukloster verendete in der Nacht zum 10. Dezember die kerngesunde Riesenschnauzer-Mischlingshündin „Chira“. Außerdem sollen zwei weitere Hunde, die im Wald zwischen Ravensruh, Goldebee und Sellin ausgeführt worden waren, plötzlich und unter mysteriösen Umständen verendet sein.

Für Jochen Tubbesing, der sich ehrenamtlich im Tierheim in Dorf Mecklenburg engagiert und die zwölf Jahre alte „Chira“ seit wenigen Wochen pflegte, steht fest: „Die Hündin ist an Rattengift gestorben. Ich habe in der Vergangenheit schon mehrere solcher Fälle erlebt. Die Symptome sind eindeutig!“ Tierheimleiterin Brigitte Wagner sagte gestern: „Der Tod der Hündin hat alle total erschüttert.“ Das Heim hatte den schwarz-grauen Vierbeiner zur Pflege übergeben. „,Chira‘ war gesund und munter, es gab keine Probleme. Jochen musste erst vor Kurzem den Verlust seines fast 17 Jahre alten Mischlingshundes ,Streuner‘ verkraften. Und jetzt der nächste Schicksalsschlag. Unfassbar“, so Wagner. Von einem Skandal spricht Meike Gutzmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Wismar und Umgebung: „Wer Giftköder auslegt, bringt bewusst Hunde und andere Haustiere in Gefahr.“ Tubbesing will weitere Hundebesitzer warnen: „Ich werde jetzt Zettel mit dem Hinweis aufhängen, dass man sehr vorsichtig sein soll.“

Probleme mit ausgelegtem Rattengift bei Ravensruh sind Mitarbeitern im zuständigen Forstamt in Bad Doberan und den Beamten in der Polizeiinspektion Wismar nicht bekannt. Auch Beate Bork und Sabrina Bruck vom Ordnungsamt der Stadt Neukloster versicherten gestern, nichts von vergifteten Hunden gehört zu haben.

Dr. Klaus Ehrig aus Neukloster glaubt nicht, dass Tierhasser unterwegs sind. „Eine Spaziergängerin hatte mich auf eine sehr große Menge Pellets im Wald hingewiesen. Wahrscheinlich handelt es sich um überlagertes Hundefutter, das entsorgt wurde“, vermutete der Tierarzt und Jäger. „Ich denke nicht, dass die Pellets vergiftet sind.“

Norbert Wiaterek

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