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Nordwestmecklenburg IGS Wismar: Klassenräume bleiben bis Oktober gesperrt
Lokales Nordwestmecklenburg IGS Wismar: Klassenräume bleiben bis Oktober gesperrt
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20:10 04.09.2017
Wismar/Zierow

Die Goethe-Gesamtschule in Wismar muss bis Anfang Oktober in der Unterrichtsplanung umdisponieren. Die drei aufgrund von baustatischen Mängeln gesperrten Klassenräume (OZ berichtete) stehen zum Start des neues Schuljahres nicht zur Verfügung. Die notwendigen Stabilisierungsarbeiten dauern nach Angaben von Gudrun Sturmheit, Fachdienstleiterin Bildung und Kultur beim Landkreis Nordwestmecklenburg, noch bis in die 40. Kalenderwoche an. „Die Arbeiten sind so schnell nicht machbar. Es war zu optimistisch eingeschätzt, bis zum Ende der Ferien fertig sein zu wollen“, erklärt Sturmheit. Zwar seien die Verstärkungsmaßnahmen an den Fundamenten bereits abgeschlossen. Doch die weiteren baustatischen Prüfungen und Berechnungen für die drei Klassenräume würden sich verzögern.

Kein Unterrichtsausfall

Konkret geht es um einen PC-, einen Physik- und einen Chemieraum, die sich übereinander befinden und vorerst nicht genutzt werden können. Trotz ihrer mehrwöchigen Sperrung soll es laut Gudrun Sturmheit aber nicht zu Unterrichtsausfällen an der Integrativen Gesamtschule (IGS) „Johann Wolfgang von Goethe“ kommen, die auch von Kindern und Jugendlichen aus Grevesmühlen und Umgebung besucht wird. Denn zur Überbrückung habe man Räumlichkeiten in der nahegelegenen Arbeitsstelle der Kreismusikschule „Carl Orff“ am Turnplatz gefunden. „Es gab eine konstruktive Abstimmung zwischen dem Landkreis, der Hansestadt Wismar und den Schulleitungen“, so Sturmheit. Die Ersatzräume könnten täglich bis 13.30 Uhr genutzt werden. So werde auch der Betrieb der Kreismusikschule nicht gestört.

„Die Schulbehörde hat diese Übergangslösung bereits genehmigt“, sagt die Fachdienstleiterin. Nun müssten die Stundenpläne und Unterrichtsinhalte an die besonderen Umstände angepasst werden.

IGS-Schulleiterin Anka-Sybille Obermeier ist verärgert über die Verzögerung bei den Bauarbeiten, kann sich mit der gefundenen Lösung aber gut arrangieren. „Es wird aus organisatorischen Gründen keinen Ausfall geben. Denn von jedem betroffenen Fachraum steht noch ein zweiter zur Verfügung“, sagt sie.

Kosten: 384 000 Euro

Vor drei Wochen war im Zuge der Vorbereitungsmaßnahmen für die Kellersanierung von Fachleuten festgestellt worden, dass sich das denkmalgeschützte Gebäude – 1880 eingeweiht – gesetzt hat. Im Kreuzungsbereich Mecklenburger Straße/Bei der Klosterkirche ist der Boden nicht dauerhaft standfest. Zudem haben sich im Mauerwerk Risse gebildet, die vor allem durch den Lkw-Verkehr und schwere Baufahrzeuge entstanden sein sollen. Nun wurde unter anderem ein Zementgemisch zur Stabilisierung in die Fundamente gespritzt. Für den Landkreis als Schulträger bedeuten die Baumaßnahmen Kosten von 384000 Euro.

BSZ Zierow bleibt bestehen

Für viele Fragen sorgte in den zurückliegenden Wochen auch der Standort des Berufsschulzentrums Nord in Zierow. Nachdem der Betrieb für Bau und Liegenschaften den Vertrag für das Gutshaus in Zierow mit dem Landkreis zum 31. Juli gekündigt hatte, meldeten sich viele Ausbilder besorgt bei der Verwaltung. Die Befürchtung, die Außenstelle würde schließen, kann der Kreis nehmen. „Der Schul- und Internatsbetrieb findet zum Schuljahr 2017/2018 wie gewohnt statt“, betont Gudrun Sturmheit. Aktuell würde an einem neuen Vertrag gearbeitet werden. In Zierow werden allen voran die grünen Berufe, aber auch Laborkräfte und Fachleute für die Hotel- und Gaststättenbranche ausgebildet.

Daniel Heidmann

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