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Nordwestmecklenburg Im Ferienlager auf Berufssuche
Lokales Nordwestmecklenburg Im Ferienlager auf Berufssuche
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20:32 25.08.2017
Fazit der Teilnehmer des zweiten Durchganges: Daumen hoch für das Berufsorientierungscamp! Quelle: Foto: Cornelia Roxin

Mit einer Produktmesse fand gestern auf dem Ferienhof Klütz das zweite Berufsorientierungscamp des Bildungszentrums Wismar seinen Abschluss. 22 junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren aus dem Nordwestkreis gaben einen Einblick in das, was sie zwei Wochen lang zuvor produziert und erlebt hatten. Großeltern, Eltern und Geschwister waren gekommen und schauten zu.

Orientierungscamp des Bildungszentrums Wismar in Klütz / Produktmesse zum Abschluss.

Am Ende wechselte sogar ein Fahrrad seinen Besitzer. Das jetzt blaue Schmuckstück, das zuvor in seine Einzelteile zerlegt und wieder zu neuem Leben erweckt worden war, schenkten die Camp-Teilnehmer Tamim Alhameed. Der 26-jährige Syrer hat jetzt Arbeit beim Bildungszentrum in Wismar gefunden und kann damit künftig seinen Weg zur Arbeit in der Hansestadt zurücklegen. Auch die Vorschulkinder der Klützer Kita „Die Schloßspatzen“ gehörten zu den Nutznießern. Sie bekamen Holz-Puzzle geschenkt und setzten die Teile noch an Ort Stelle auf dem Fußboden zusammen.

Damit war aber nur ein kleiner Einblick in das zurückliegende Geschehen gegeben , bei dem die Kinder und Jugendlichen ihre Praxispartner in mehreren Wismarer Betrieben und Einrichtungen gefunden hatten. Eindrucksvoll belegte das auch eine Präsentation via Computer über die DRK-Kita „Am Holzhafen“ in Wismar. Anschaulich und mit Wortwitz versehen schilderte der 15-jährige Eike Magnus Krämer, was er und seine Mitstreiter dort erlebt hatten.

Auch ein kleines Büfett, auf dem die selbst hergestellte „Original Klützer Brombeermarmelade“ nicht fehlen durfte, begeisterte. Wie mühsam allerdings der Küchenalltag aussehen kann, wenn es um die 30 Leute wie jetzt auf dem Ferienhof Klütz zu versorgen gilt, das schilderte Yvonne Helwing als Teilnehmerin im Bereich Gastronomie/Hauswirtschaft. Die Mädchen und Jungen, die an der Förderschule genauso wie im Gymnasium lernen, konnten für ihren Campaufenthalt zusätzlich zu diesem Bereich auch noch aus den Berufsfeldern Holz/Farbe, Metall und Soziales – jeweils zwei an der Zahl – auswählen.

Auch Freizeitaktivitäten gab es viele. Ob Neptunfest oder Kletterpark in Boltenhagen, der Besuch im Klützer Schmetterlingspark oder die Stadtrallye in der Schloss-Stadt, das Angebot war genauso breit gefächert wie das Schnupperangebot in den Betrieben.

Celina Reinhold aus Wismar hat die Mischung aus Berufsorientierung und Ferienlager besonders gut gefallen. Auch wenn die 15-Jährige immer noch nicht genau weiß, wohin die Berufswahl geht, hat es ihr schon „echt Spaß“ gemacht in der Kita. Sie weiß aber nun auch, wie mühsam Küchenarbeit im großen Stil sein kann. Celinas Eltern Nicole und Michael Reinhold sagen über das Camp: „Super Sache!“ Sie fanden es toll, dass ihre Tochter neben dem Geschehen in der Schule so eine Möglichkeit der Orientierung nutzen konnte. Viel Spaß hat das Camp auch Eike Magnus Krämer gebracht. Er lobt zusätzlich zur Praxiserfahrung, die er machen durfte, die tolle Atmosphäre unter den Jugendlichen und ist sich jetzt sicher, dass Altenpflege eher nichts für ihn ist.

HINTERGRUND

Zwei Durchgänge des Berufsorientierungscamps waren in diesem Jahr angeboten worden. Die Teilnahme war kostenlos für die Kinder. Sie konnten sich bewerben.

Finanziert worden ist das Projekt

mit Mitteln der Agentur für Arbeit, des Landesamtes für Gesundheit und Soziales sowie aus dem

Europäischen Sozialfonds.

Insgesamt 40 junge Leute haben in diesem Sommer über das Bildungszentrum die Chance genutzt, sich

in Sachen Beruf schlau zu machen.

Cornelia Roxin

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