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Nordwestmecklenburg Im Tierpark ist der erste Nachwuchs da
Lokales Nordwestmecklenburg Im Tierpark ist der erste Nachwuchs da
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11:22 12.04.2017
Melina, Greta und Liah (v.l.) freuen sich über den Frühlung und die Kaninchen im Wismarer Tierpark. Quelle: Fotos: Michaela Krohn

Ein, zwei, drei, vier Lämmer stecken ihre Köpfe aus dem Gehege. Die frisch geborenen Schafe gehören zum ersten Nachwuchs, der im Wismarer Tierpark das Licht der Welt erblickt hat. Pünktlich zu Ostern wird so die neue Saison eingeläutet. Zum Auftakt veranstaltet der Tiergarten am Sonntag von 9 und 11 Uhr eine Eiersuche mit einem anschließenden bunten Familiennachmittag.

 

Die Lämmer der Schafe wurden erst vor ein paar Tagen geboren. Auch bei anderen Tieren im Park kündigt sich Nachwuchs an.

Park erwartet viele Tierbabys

Mit etwas Glück ist dann schon mehr Nachwuchs im Tierpark zu sehen. Denn neben den Schafen werden weitere Jungtiere erwartet – unter anderem bei den Ziegen, Mufflons, Kattas und den Wisenten. Bei Damm- und Rothirschen müssen sich Besucher allerdings noch etwas gedulden. „Da erwarten wir erst im Mai Nachwuchs“, sagt Tierpark-Sprecherin Marina Welsch. Auch Eselfohlen werden erwartet.

Bis Bäume und Wiesen grün und saftig sind, wird es noch eine Weile dauern, daher sind besonders die Gärtner im Park zurzeit aktiv. „Sie pflanzen gerade ein paar Stiefmütterchen und Primeln und halten auch so die Flächen in Schuss“, sagt die Tierparkmitarbeiterin.

Etwa 137 000 Besucher zählte der Wismarer Tierpark im vergangenen Jahr. Tierpark-Chef Michael Werner freut sich über diese Zahl: „Wenn man sie der Einwohnerzahl Wismars gegenüberstellt, ist das schon sehr gut.“ Einen Vergleich mit anderen Anlagen im Land herzustellen, sei schwierig. „Wir stehen nicht in direkter Konkurrenz zueinander“, sagt Werner.

Besucher schätzen Tiernähe
Regelmäßige Besucher sind auch Melina (5) und Liah (3), die mit ihrer Mutter Dorothée Sternicki gerne vorbekommen, um die Tiere zu beobachten. Melinas Lieblingstier, den Tiger, gibt es in Wismar zwar nicht, dafür andere Arten. „Ich mag auch die Kühe“, sagt die Fünfjährige bodenständig. Witzig finde sie zudem den Pfau und die Präriehunde. Die leben frei auf einer speziellen Fläche im Park – ohne Zaun.„Genau das ist es, was viele der Besucher mögen“, schätzt Marina Welsch ein. Die Nähe zu den Tieren und die vielen freien Flächen. „Bei uns gibt es auch mal eine Bank in ruhiger Umgebung, auf der die Besucher einfach ein Buch lesen können“, sagt sie. Zudem soll das Areal des Tierparks weiter wachsen. Von der sogenannten Erweiterungsfläche, auf der zum Teil schon Tiere leben, sind noch zwei Hektar übrig. Was mit denen passieren soll, das will der Tierpark-Vorstand in den nächsten Tagen angehen. Erste Ideen soll es schon geben. Bis Mai soll nun geklärt werden, was mit der zusätzlichen großen Fläche passieren soll. Der Tierpark hätte dann eine Gesamtfläche von knapp 20 Hektar. Über die Wintermonate wurde zudem viel saniert – wie zum Beispiel die Bootsanlage, mehrere Brücken und der Uferbereich.

Mehr Platz für Tiere

Generell will der Park in Zukunft mehr auf Qualität als auf Quantität setzen – die Tiere sollen Platz haben. Insgesamt leben 316 Tiere in 48 Formen im Wismarer Tierpark – einige von ihnen zurzeit beengter als gewöhnlich. Durch die Vogelgrippe besteht für die Vögel hier noch immer Stallpflicht. „Wir hoffen auf eine baldige Lockerung“, sagt Marina Welsch. Für die Tiere und die Besucher sei es langsam kaum mehr zu ertragen. Die Strauße hätten immer noch mit dem Trauma von vor ein paar Jahren zu kämpfen, als das erste Mal eine rigorose Stallpflicht für die Tiere angeordnet wurde.

Der Park in Zahlen

137 000 Besucher kamen im Jahr 2016 in den Wismarer Tierpark, in dem 316 Tiere in 48 Formen leben. Zurzeit ist der Park 17 Hektar groß und noch länglich angelegt. Durch eine Erweiterungsfläche soll der Park aber künftig in ein kompakteres Areal verwandelt werden. Der Park ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

 Michaela Krohn

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