Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Immer mehr greifen zur Angel
Lokales Nordwestmecklenburg Immer mehr greifen zur Angel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:01 15.01.2018
Kritisch geworden ist es beim Karpfen und beim Schlei. Vor allem, weil es wenig Besatz und viele Fremdangler gibt.Torsten Gehlken, Vorsitzender Anglerverein Selmsdorf Quelle: Foto: Steffen Oldörp

Beim Selmsdorfer Anglerverein läuft zurzeit vieles rund. So lautete das Fazit von Torsten Gehlken, Vorsitzender des Vereins, in der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonnabend im Restaurant des Autohofs Selmsdorf. Er sagte mit Blick auf die vergangenen Monate: „Wir haben beim Kultur- und Sportfest mitgemacht, beim Umzug während des Dorffestes, beim Kulturpicknick, auch das Sommerfest und der Weihnachtsmarkt sind für uns gut gelaufen.“

Zurzeit hat der Selmsdorfer Anglerverein 50 erwachsene Mitglieder sowie elf Nachwuchsangler. „Als ich 2007 den Vorsitz übernommen habe, waren wir 30 Mitglieder“, sagte Torsten Gehlken in der Jahreshauptversammlung und fügte hinzu: „Jetzt mehr als doppelt so viele. Von daher kann ich zufrieden sein.“

Auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen ist im Anglerverein Selmsdorf gestiegen. „Da haben wir aber nichts Besonderes getan“, sagt Torsten Gehlken. Er schildert seine Erfahrung: „Bei vielen jungen Leuten ist es oft eine fixe Idee zu angeln. Nach einem Jahr stellen einige dann fest, es ist doch nichts für sie, andere treten dafür neu ein.“ Im Selmsdorfer Anglerverein sei die Fluktuation bei Kindern und Jugendlichen seit Jahren hoch, erzählt Torsten Gehlken. Neuer erster Jugendwart des Selmsdorfer Anglervereins ist Matthias Albeck. Er tritt die Nachfolge von Raik Hermann an, der seinen Posten zur Verfügung gestellt hatte. Zum neuen zweiten Jugendwart haben die Mitglieder Janik Nesemann gewählt.

Ein Problem gibt es jedoch für die Angler: Der Fischbestand im Selmsdorfer Torfmoor lässt zu wünschen übrig. „Kritisch geworden ist es beim Karpfen und beim Schlei“, sagt Gehlken. Er nennt Gründe:

„Vor allem, weil es wenig Besatz und viele Fremdangler gibt.“ Das Torfmoor sei leicht zu erreichen und die Steganlagen in gutem Zustand, das Torfmoor deshalb ein beliebtes Anglergewässer, erklärt Gehlken das Interesse von Anglern anderer Vereine.

Über den geringen Fischbestand sei aber schon mit dem Landesangelverband besprochen worden. Eine erste Maßnahme: Demnächst sei ein sogenanntes Bestandsfischen geplant. Um zu sehen, was ist tatsächlich drin an Fischen im Torfmoor, sagt Torsten Gehlken. „Dafür kommt ein Fischer und dann wird elektrisch abgefischt. Danach wird entschieden, ob noch Fische eingesetzt werden“, kündigt Torsten Gehlken an. Besser als beim Karpfen und beim Schlei sehe es im Torfmoor beim Hecht aus. Der Raubfisch hat sich laut Gehlken gut entwickelt.

Schwarzangler seien am Torfmoor kein Problem. „Das haben wir ganz gut im Griff, weil wir auch regelmäßig kontrollieren gehen und die Angler fragen, ob sie ihre Papiere dabei haben“, berichtet der Vorsitzende.

Pro Jahr leisten die Selmsdorfer Angler drei Arbeitseinsätze. In diesem Jahr komme nach den vielen Regenfällen einiges auf die Petrijünger zu, kündigte Torsten Gehlken in der Jahreshauptversammlung an. Er erklärte: „Die Stege stehen unter Wasser, einiges wird weggammeln, muss deshalb ersetzt und erneuert werden.“

Steffen Oldörp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einige Bürger von Alt Greschendorf trauten ihren Augen nicht, als sie am vergangenen Wochenende die neuen Ortsschilder entdeckten.

15.01.2018

Die Vorbereitungen für den Hilfstransport im Mai sind längst angelaufen.

15.01.2018

2876,71 Euro wurden im Nordwestkreis verteilt.

15.01.2018
Anzeige