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Nordwestmecklenburg In Dassow eine neue Heimat gefunden
Lokales Nordwestmecklenburg In Dassow eine neue Heimat gefunden
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20:55 16.10.2017
Hans Espenschied (hinten) und Annette Espenschied mit den syrischen Flüchtlingen Mohammad Al Toama, Hussam Aldeeb, Mohammad Ahkelouji, Abdul Wahab und Mutaz Alyonnes (v. l.). Quelle: Foto: Dirk Hoffmann
Dassow

„Die Menschen sind uns mit Zurückhaltung entgegengetreten. Wir waren ja die erste Gruppe, die in Dassow ankam“, blickt Mutaz Alyonnes zurück. 2015 war der heute 32-Jährige zusammen mit zwei Bekannten aus dem südlich von Damaskus liegenden Alarnaitcra nach Deutschland geflohen. In Dassow wurden er und andere Syrer aufgenommen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist Pastor Ekkehard Maase der 15. Oktober 2015 , als Mutaz Alyonnes sowie acht weitere Männer und drei Frauen in Dassow ankamen und sie sich im Pfarrhaus trafen.

„Damals haben wir nur Englisch gesprochen“, erinnert sich der Pastor, als er am Sonntag an gleicher Stelle zu den Flüchtlingen aus Syrien und den Menschen, die sie in ihrer neuen Heimat begleiten, spricht.

Maase freut sich über den großen Zuspruch dieses Treffens, denn der Raum im Pfarrhaus ist bis auf den letzten Platz gefüllt. In lockerer Gesprächsrunde tauschen sich syrische Flüchtlinge und Einwohner aus, die damals wie heute Kontakt zu ihnen pflegen. Zu ihnen gehören Annette und Hans Espenschied. „Das Krieg in Syrien und das damit verbundene Elend haben mich persönlich sehr betroffen gemacht“, erklärt Annette Espenschied ihr Engagement. In einer Ferienwohnung ihres Hauses hatten sie zunächst mit Mutaz Alyonnes und Abdul Wahab (20) zwei Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen.

Zusammen mit anderen Familien waren sie aber auch für die anderen in Dassow angekommenen Syrier da, denn in der Gemeinschaftsunterkunft in der Hermann-Litzendorf-Straße, wo sie zuerst in zwei Wohnungen aufgeteilt waren, fehlte es an vielem. Außerdem musste für die Flüchtlinge Kleidung besorgt werden.

Die Espenschieds kauften sogar selbst eine Eigentumswohnung in Lübeck, in die Abdul Wahab, der dort die Fachhochschule besucht und einmal Architekt werden möchte, einzog. Eine Grundausbildung zum Vermögensberater absolviert Mutaz Alyonnes in Lübeck, der nach wie vor bei den Espenschieds in Dassow wohnt.

Wohnen auf engem Raum

Zwölf Flüchtlinge kamen am 15. Oktober 2015 nach ihrer Flucht vor dem Krieg in Syrien in Dassow an: neun Männer und drei Frauen. Untergebracht wurden sie

zunächst in einem Wohnblock in der Hermann-

Litzendorf-Straße, wo

sie sich jeweils zu sechst eine Wohnung teilten. Begrüßt worden waren sie damals auch im

Pfarrhaus von Pastor

Ekkehard Maase.

Dirk Hoffmann

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