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Nordwestmecklenburg Integrationsangebote für Flüchtlinge koordinieren
Lokales Nordwestmecklenburg Integrationsangebote für Flüchtlinge koordinieren
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10:59 01.04.2016

Vorgestern Abend trafen sich Vertreter von Vereinen und Institutionen, die sich die Integration von Flüchtlingen auf ihre Fahnen geschrieben haben, in den Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Unter spontaner Anleitung von Maike Frey vom DRK und in Vorbereitung auf die Etablierung eines Runden Tisches Integration, der am 12. April um 17 Uhr im Rathaussaal Grevesmühlen in Beisein des Bürgermeisters Jürgen Ditz stattfinden soll, tauschten sich die verschiedenen Akteure in und um Grevesmühlen zu den derzeit drängendsten Problemen ihrer Arbeit aus.

Hartwig Kessler, Leiter der Kreismusikschule, und Claus Adamoschek vom Kreisseniorenbeirat bemängelten den fehlenden Informationsfluss vonseiten des Landkreises. „Es muss doch im Landkreis irgendjemanden geben, der die vielen Integrationsangebote koordiniert?“, fragte Kessler.

Michael Deppe vom Bobitzer Verein „DOT.KOM“ (steht für Demokratie, Teilhabe, Kommunikation) informierte: „Wir sind gerade dabei, eine Plattform zu erstellen, in der alle Angebote und Nachfragen im Landkreis zusammengefasst werden.“ Kein einfaches Unterfangen, wie Deppe betonte, und doch dringend notwendig, weil immer wieder feststellbar wäre, dass Angebote und Bedarf in der Region aneinander vorbeiliefen.

Ähnlich sah das die Plüschower Künstlerhausleiterin Miro Zahra, die als eine von zwei gewählten Sprecherinnen des neu gewählten Kunst- und Kulturrates Nordwestmecklenburg an dem Treffen teilnahm.

„Wir müssen uns untereinander koordinieren, aber wir brauchen auch von offizieller Seite Ansprechpartner, die auch im Bilde sind.“

Dirk Möller vom Reha-Sportverein Grevesmühlen sprach ein weiteres konkretes Problem an: „Selbst wenn wir dann wissen, welche Menschen sich wo befinden, und selbst wenn dann feststeht, was sie benötigen, bleiben im besten Fall immer noch die logistischen Probleme.“ Zum Beispiel die Frage, wie Flüchtlinge, die Fußball spielen wollen, aber nicht in Grevesmühlen sondern in den umliegenden Kommunen leben, zum Training gelangen — und danach wieder in ihre Unterkunft. Wer sie transportiert und wer die Kosten dafür übernimmt. „Die Frage wäre zum Beispiel, ob die Sonnenschein-Busse nicht zum Einsatz kommen könnten“, sagte Dirk Möller.

Alle Anwesenden, auch vom Arbeitslosenverband, dem Bund der Rentner und Hinterbliebenen (BRH), Diakonie im nördlichen Mecklenburg und Privatpersonen, einigten sich darauf, im Vorfeld des Treffens am 12. April einen Fragenkatalog an die Stadt Grevesmühlen und den Landkreis zu übermitteln, um künftig effektiver voranzukommen.

Von Annett Meinke

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