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Internationales Energieprojekt mit Laxå

Gemeinsamer Workshop: Kooperation mit schwedischer Partnerstadt wird ausgebaut Internationales Energieprojekt mit Laxå

Wie gut ist eigentlich Grevesmühlen, wenn es um energiepolitische Fragen geht? Ein Seminar mit den Schweden soll erste Antworten geben.

Die Biogasanlage am Degtower Weg erzeugt nicht nur Strom, sondern auch Fernwärme. Die Biomassen kommen von Feldern aus dem direkten Umfeld von Grevesmühlen.

Quelle: Fotos: Ln

Grevesmühlen. Das Ganze klingt erst einmal ziemlich theoretisch. Die Stadt Grevesmühlen hat bei einer Ausschreibung des Auswärtigen Amtes zusammen mit der schwedischen Partnerkommune Laxå eine Förderung gewonnen. Dabei geht es laut den Ausschreibungsunterlagen um den Austausch von Wissen im Bereich erneuerbarer Energien. So weit, so kompliziert.

 

LN-Bild

Die Fernwärmeleitungen der Stadtwerke versorgen etliche Gebäude in der Stadt.

Quelle:
LN-Bild

„Dass wir die Ausschreibung gewinnen, damit hätten wir vorher nicht gerechnet. Unter die besten Fünf zu kommen, war schon ein Erfolg. Heiner Wilms, Stadtwerke

Quelle:

Und was genau hat Grevesmühlen davon? „Eine ganze Menge, wenn wir es richtig anstellen“, sagt Heiner Wilms, Geschäftsführer der Grevesmühlener Stadtwerke.

Er hatte den Vortrag bei der Präsentation der Bewerbung im Auswärtigen Amt zusammen mit den schwedischen Partnern gehalten. „Auch wenn es erst einmal nur um einen gemeinsamen Workshop geht, Ziel ist es, dass wir neue Ideen entwickeln, über Projekte verhandeln und wieder einen Schritt weiterkommen bei der Nutzung regenerativer Energien.“

Grevesmühlen steht in dieser Hinsicht bereits glänzend da. Die Stadtwerke erzeugen mittels Biomasse, Sonne und Wind bereits so viel Energie, dass die 11000 Einwohner zählende Stadt theoretisch autark agieren könnte.

Laxå in Schweden ist zwar deutlich kleiner, zudem sind die Strukturen, was Wasser- und Energienutzung der Einwohner betrifft, völlig andere. „Aber trotzdem gibt es genügend Punkte, an denen wir voneinander lernen können“, betont Werner Küsel, Vorsitzender des Vereins „Stadt ohne Watt“ und Mitarbeiter von Heiner Wilms.

Was haben die Einwohner von Laxå und Grevesmühlen von dem Projekt?

Die Förderung durch das Auswärtige Amt hat zwei Auswirkungen. Zum einen wird der Austausch von Wissen zum Thema Energie vorangetrieben. Zum anderen erhält die Städtepartnerschaft neuen Schwung. In den vergangenen Jahren hatte Grevesmühlen unter anderem mit den Partnern aus Schweden ein Inklusionsprojekt vorangetrieben und darüber die Beziehungen vertieft. Das neue Projekt hält zumindest die Partnerschaft nach Schweden aufrecht.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Workshop ist für Oktober/November in Laxå geplant, teilt Heiner Wilms mit. „Mit dabei sind wir als Stadtwerke, die Stadt Grevesmühlen natürlich, der Verein und wir wollen auch den Zweckverband mit ins Boot holen.“ Anschließend werden die Ergebnisse der Gespräche zusammengefasst. Mit dem Ziel, konkrete Projekte zu benennen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden. „Wenn man den aktuellen Stand betrachtet, dann ist es wohl so, dass die schwedischen Partner vor allem von unseren Entwicklungen profitieren werden. Aber darum geht es auch, das Wissen zu teilen“, betont Heiner Wilms.

Dass ausgerechnet das Auswärtige Amt in Berlin solch ein Projekt fördert, hat einen simplen Hintergrund. Energiepolitik wird immer mehr zum politischen Spielball. Um diese Waffe zu entschärfen, soll die Nutzung erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben werden.

Spenden für das Freibad am Ploggensee

Das Freibad am Ploggensee hat in diesem Jahr zwei Zuwendungen erhalten, die auf Initiative der Stadtwerke beziehungsweise deren Mitarbeiter zurückgehen. So hatte Uwe Aust vor seinem Wechsel in den Ruhestand vor wenigen Wochen dazu aufgerufen, für das Freibad zu spenden. Der inzwischen pensionierte Mitarbeiter der Stadtwerke hat auf diese Weise 1600 Euro zusammenbekommen. Zudem hat das Unternehmen einen Lichtmast im Freibad aufgestellt. Die Stadtwerke haben

den Mast und den Aufsatz

kostenlos zur Verfügung

gestellt, die Firma Elektro Joost aus der Stadt Grevesmühlen

hat den Anschluss realisiert.

Michael Prochnow

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