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Nordwestmecklenburg Jugendrat als Stimme junger Leute
Lokales Nordwestmecklenburg Jugendrat als Stimme junger Leute
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20:10 21.09.2017
Der Klützer Bürgermeister Guntram Jung während der Gesprächsrunde inmitten der Jugendlichen in der Aula der Schule. Auch er machte den jungen Leuten Mut zur Kontaktaufnahme mit den Stadtvätern. Quelle: Foto: Cornelia Roxin
Klütz

Das Ziel heißt „JuRa NWM“. Und: Seit Mittwoch sind die Initiatoren, die im Nordwestkreis einen Jugendrat gründen wollen, wieder einen Schritt weiter. Nach einer Gesprächsrunde Jugendlicher mit Bürgermeistern aus dem Klützer Winkel in der Regionalen Schule Klütz haben sich zehn Kinder und Jugendliche als potenzielle Gründungsmitglieder eingetragen. Sie kommen aus Boltenhagen, Redewisch, Beckerwitz, Dassow, Metelsdorf und Klütz. „Das ist schon mal gut“, erklärte Daniel Soth-Worofka, Klützer Schulsozialarbeiter und einer der Initiatoren, nach der Veranstaltung. Auch Lars Ruttke, der Koordinator für das Bundesprogramm „Demokratie leben“ beim Kreisjugendring NWM, der das Vorhaben begleitet, stimmte dem zu. Beide betonten unter Kopfnicken: „Das Tagesziel ist erreicht.“

Jugendrat und Förderung

Ist der Jugendrat erst gegründet, steht ihm zum Beispiel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ ein finanzieller Fonds in Höhe von 6000 Euro zur Verfügung. Das Geld kann Verwendung finden für verschiedenste Projekte, die zum Beispiel der Stärkung des demokratischen Bewusstseins dienen oder zum Abbau sozialräumlicher Konflikte.

Gut 30 Leute waren in die Aula der Schule gekommen. Jugendliche und Erwachsene hielten einander dabei die Waage. Mit Mandy Krüger (parteilos), Guntram Jung, Christian Schmiedeberg und Jan van Leeuwen (alle CDU) waren vier Bürgermeister dabei. Wenn sich das Gespräch mit den Gemeindeoberhäuptern auch etwas zäh gestaltete, machte doch der Dialog zwischen dem Boltenhagener Bürgermeister Christian Schmiedeberg und dem aus dem Ostseebad kommenden 15-jährigen Moritz Haberland Mut für das, was erreicht werden soll mit dem Jugendrat. Nämlich „Kindern Stimme geben“, wie es auch Motto des Weltkindertages am Veranstaltungstag war. So waren dann zwischen Christian Schmiedeberg und Moritz Haberland nicht nur die den Jugendlichen fehlende Minigolfanlage und die umstrittene Dünenpromenade Thema, sondern auch Gaststätten im Ort, die sich nicht an ihre Öffnungszeiten halten.

Guntram Jung als Klützer Bürgermeister forderte die jungen Leute auf: „Macht mit beim Jugendrat!“ Auch ließ er sie wissen: „Demokratie ist anstrengend, aber es gibt keine Alternative.“ Mandy Krüger, die Damshagener Bürgermeisterin, gab ihnen mit auf den Weg, nicht nur ihre Wünsche zu formulieren, sondern gleichzeitig auch Lösungsvorschläge für Probleme mitanzubieten. Jan van Leeuwen, Bürgermeister der Gemeinde Hohenkirchen, rief die Teilnehmer der Gesprächsrunde auf: Nehmt das Herz in die Hand und kommt in die Ausschusssitzungen oder auch zur Sitzung der Gemeindevertretung.“

Außerdem regte er an, Regularien aufzubauen, um bei der kommenden Kommunalwahl auch Vertretungsgremien für die 10- bis 18-Jährigen schaffen zu können.

Der Gesprächsrunde am späten Nachmittag war ein Fest zum Weltkindertag unter dem Motto „Wir sind überall“ vorausgegangen. Beide Veranstaltungen waren während eines dreitägigen Jugendcamps in den Ferien in Damshagen vorbereitet worden. Auch das Camp gilt als Vorreiter für den Jugendrat, der bei politischen Entscheidungen in den Gemeinden künftig mitreden soll.

Info: Nächstes Treffen potenzieller Ratsmitglieder: 28. September, 17 Uhr, Schülercafé, Schule Klütz

Cornelia Roxin

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