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Nordwestmecklenburg Kalkhorst schafft mehr Platz in der Krippe
Lokales Nordwestmecklenburg Kalkhorst schafft mehr Platz in der Krippe
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20:18 11.12.2015

Die Geburtenzahlen in der Gemeinde Kalkhorst steigen. Das ist erfreulich, bringt aber auch Aufwand für die Kommune mit sich. Bis zum Sommer will die Gemeinde sechs zusätzliche Plätze im Krippenbereich der Kita schaffen. Dazu sollen Räume im Schulgebäude um- und ausgebaut werden.

106500 Euro kostet diese Maßnahme. Wenn alles klappt, muss Kalkhorst aber nur 10650 Euro als Eigenanteil selber zahlen. Eine Bedingung der Krippen-Erweiterung ist nämlich eine Finanzierung über Fördermittel. Die sollen jetzt beantragt werden.

„Mehr als diese sechs Plätze können wir nicht im bestehenden Gebäude schaffen. Falls der Bedarf weiter steigt, müssten wir uns etwas anderes überlegen“, sagt Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK). Allerdings habe die Gemeinde kein allzu großes Wachstum. „Es ist aber erfreulich, dass sich gerade junge Familien hier niederlassen“, sagt der Bürgermeister.

Für die Erweiterung des Krippenbereichs im Mehrzweckgebäude mit Grundschule, Kita und Jugendclub werden Räume umgebaut, die bisher unter anderem von Gemeindearbeitern genutzt wurden. Der bisherige Aufenthaltsraum der Arbeiter im Erdgeschoss des Gebäudes soll nach den Plänen von Sabine Thrun aus Wismar neu aufgeteilt werden. Er bekommt am Eingang eine separate Garderobe. Vor dem schon vorhandenen WC wird ein Sanitärraum mit Waschbecken, Baby-WC und Wickeltisch gebaut. Auf den restlichen 18 Quadratmetern entsteht der neue Gruppenraum der Krippe. Davon abgehend wir ein Teil der benachbarten Essenausgabe abgetrennt. Sie wird auf etwa die Hälfte der bisherigen Größe schrumpfen. So kann ein etwa zehn Quadratmeter großer Schlafraum für die Krippenkinder gebaut werden.

Sowohl im Bauausschuss als auch in der Gemeindevertretung gab es breite Zustimmung für diese Erweiterung. „Wir haben keine andere Möglichkeit, wenn wir den Eltern nicht absagen wollen“, sagt Dietrich Neick. Er geht davon aus, dass die Umbauarbeiten bis zum Sommer kommenden Jahres abgeschlossen sein werden. Dann sind neun neue Kinder für die Krippe angemeldet. „Es muss jetzt der Bauantrag gestellt werden und wir stellen einen Antrag auf Fördermittel“, erklärt Neick, wie es nach dem Beschluss der Gemeindevertreter weiter gehen wird. Antworten auf diese Anträge erwartet die Gemeinde im Frühjahr.

Die Kalkhorster Kita wird in Trägerschaft des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“ aus Rehna betrieben. Die Einrichtung hat bisher insgesamt Platz für 83 Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren.

Sie werden in einer Krippengruppe, drei altersgemischten Gruppen und einer Hortgruppe betreut. Mit der Grundschule und dem Jugendtreff im selben Gebäude können sich die Kinder der Gemeinde somit über Jahre ohne große räumliche Wechsel entwickeln.

Entwicklung der Schule
1987 eröffnete die Regionale Schule mit Grundschule im Neubau am Kalkhorster Ortseingang.


2004 begannen Diskussionen um den Regionalschulteil in Kalkhorst. Es fehlten Kinder. 2006 wurde die Einrichtung zur reinen Grundschule, 2007 sogar zur „Kleinen Grundschule auf dem Lande“, wieder wegen geringer Schülerzahlen.


2008 und 2009 wurde das Gebäude für 750000 Euro zu einem Gemeindezentrum mit Grundschule, Kindertagesstätte und Jugendclub umgebaut.

Malte Behnk

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