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Kameraden wetteifern beim 21. Amtsfeuerwehrtag

Warnow Kameraden wetteifern beim 21. Amtsfeuerwehrtag

100 Frauen und Männer aus zehn Wehren nehmen am Vergleich teil / Brandschützer aus Hanshagen können Titel aus dem Vorjahr verteidigen / Amtswehrführer Dubbe zufrieden.

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Bei der Übung in Papenhusen durfte ein bestimmter Raum nicht betreten werden, sonst gab es Zeitstrafen.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Warnow. Strahlende Gesichter gestern in zahlreichen Dörfern des Amtes Grevesmühlener Land: Beim 21. Amtsfeuerwehrtag hatten die rund 100 Frauen und Männer der Feuerwehren aus Börzow, Gostorf, Mallentin, Roggenstorf, Warnow, Hanshagen, Upahl, Bernstorf, Rüting und einer Frauengruppe aus der Gemeinde Stepenitztal sichtlichen Spaß. An insgesamt zehn Stationen mussten sie ihr feuerwehrtechnisches Können, ihre Geschicklichkeit und ihren Ehrgeiz unter Beweis stellen. Im Mittelpunkt des Amtsfeuerwehrtages steht laut Amtswehrführer Andreas Dubbe nicht, wer am Ende den Wettkampf der Feuerwehren gewinnt, sondern die „Kameradschaft und dass alle Spaß haben."

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100 Frauen und Männer aus zehn Wehren nehmen am Vergleich teil / Brandschützer aus Hanshagen können Titel aus dem Vorjahr verteidigen / Amtswehrführer Dubbe zufrieden.

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Ganz besonders hat mir die Kameradschaft unter den Feuerwehren gefallen. So, wie es sein soll.“Andreas Dubbe,

Amtswehrführer

Einige Stationen hatten es in sich. Koordination und eine besonders ruhige Hand waren bei der Übung in Mallentin gefragt. Auf einer Trage liegend und von vier Brandschützern in gut 50 Zentimeter Höhe gehalten, musste die liegende Person drei kleine Golfbälle auf Kegel ablegen. Das Schwierige: Die vier tragenden Kameraden konnten nichts sehen, denn ihre Augen waren verbunden. Der oder die Liegende musste das Quartett zu den drei Kegeln navigieren. „Vor, zurück, rechts, links, geradeaus, Stopp und zwei Schritte zurück“, waren nur einige der Kommandos. Ein Spaß, zumindest für die Tragenden, die sich köstlich amüsierten, wie die liegende Person schrie und beim Kommandos geben teilweise verzweifelte.

„Die Anweisungen müssen präzise sein und passen. Man muss sich quasi blind auf die Person verlassen“, erklärte Stefanie Schröter von der Frauengruppe aus der Gemeinde Stepenitztal. Bei den Kegeln angekommen, gab es eine weitere knifflige Situation. Denn nur der kleine Golfball durfte die rot-weißen Kegel berühren, nicht die Hand — eine Herausforderung. Wer diese nicht meisterte und die Kegel mit Fingern und Füßen berührte, erhielt eine Zeitstrafe. Gleich fünf Minuten aufgebrummt bekamen die Brandschützer, deren Augen verbunden waren, und die einen der Kegel mit den Schuhen oder Beinen touchierten.

Knifflig war es auch für die Mannschaften in Papenhusen. Die Aufgabe: Mit Sack und Pack von einem Ufer zum anderen zu kommen, ohne dabei in den Fluss zu fallen. Als Ufer dienten auf beiden Seiten mehrere aufgerollte Schläuche. Zum Überqueren des Flusses entschied sich die Frauengruppe für eine Leiter von ihrem Auto. Nachdem zwei Trupps, also insgesamt vier Feuerwehrfrauen, die andere Seite erreicht hatten, wurde die Zeit gestoppt.

Geschicklichkeit und richtiges Schätzen wurde den Feuerwehrleuten beim Fällen eines Baumes in Gostorf abverlangt. Die Teams mussten zunächst einen Baumstamm in einem Loch festkeilen. In etwa vier Meter Entfernung war ein kleiner, rot markierter Flock in den Boden eingeschlagen. Das Ziel: Der Baumstamm sollte nach dem Fällen auf den Flock fallen. Es kam zunächst darauf an, eine vernünftige Kerbe zu sägen. Denn landete der Baum mehr als zehn Zentimeter vom Flock entfernt, gab es eine Zeitstrafe.

Doch nicht nur auf den richtigen Schnitt mit der Kettensäge kam es an, die Wettkampfrichter nahmen auch die Anzugsordnung unter die Lupe. Die Frauengruppe aus der Gemeinde Stepenitztal schaffte fast eine Punktlandung. Ihr Baumstamm verfehlte das Ziel nur um drei Zentimeter.

Beim Löschangriff nass in Börzow waren mehrere Kegel aufgestellt, die ein Haus simulieren sollten. Am anderen Ende der Kegel standen auf zwei Tischen jeweils drei Behälter — zwei weiße und in der Mitte ein gelber. Besonders wichtig: Der gelbe Behälter musste zuerst herunter gespritzt werden. Gefühl und Zielgenauigkeit waren gefragt. Wer den weißen Behälter zuerst vom Tisch beförderte, bekam zehn Sekunden als Zeitstrafe. Bei der Frauengruppe Stepenitztal herrschte nach dieser Station kein Eitel Sonnenschein. „Das Zusammenstecken der Schläuche ging nicht schnell genug“, ärgerte sich Stefanie Schröter.

Am besten meisterte die Feuerwehr aus Hanshagen die Vielzahl der Übungen. Sie verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr. Platz zwei ging an Rüting vor Upahl. Weiter folgten Warnow, Bernstorf, Gostorf, Roggenstorf, Börzow und Mallentin. Rang zehn ging an die Frauengruppe aus der Gemeinde Stepenitztal. Stefanie Schröter war trotzdem zufrieden. „Für uns ist es toll, dass wir die Leute aus den anderen Wehren auch mal in einem Wettstreit kennenlernen und schauen können, wo wir stehen. Sonst treffen wir sie nur bei der Ausbildung.“

Auch Amtswehrführer Andreas Dubbe lobte: „Es war ein toller Amtsfeuerwehrtag. Wir hatten mit Warnow einen großartigen Ausrichter. Besonders hat mir die Kameradschaft unter den Feuerwehren gefallen.

So, wie es sein soll."

Von Steffen Oldörp

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