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Nordwestmecklenburg Karstadt-Stammhaus in Wismar eine der erfolgreichsten Filialen
Lokales Nordwestmecklenburg Karstadt-Stammhaus in Wismar eine der erfolgreichsten Filialen
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21:12 17.05.2016
Gratulierten zum 135. Karstadt-Geburtstag: Bundestagsabgeordneter Frank Junge, Vertreter der lokalen Politik wie Tom Brüggert (hi. l.), Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack (5. v. r.) und Frieder Weinhold (hi. r.) sowie WWG-Chef Wieland Kirchner (4. v. r.). Fotos (6): Peter Täufel

„Das Wismarer Stammhaus ist eine der erfolgreichsten Karstadt-Filialen in Deutschland“, verkündete Thomas Wanke, Vertriebschef in der Geschäftsführung. Dieser Satz ließ die Gäste, die am Sonnabend zu Empfang und Museumseröffnung anlässlich des 135. Geburtstages des Warenhauses gekommen waren, aufhorchen und applaudieren.

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Senator Michael Berkhahn durchtrennt das Band zur Eröffnung des Rudolph-Karstadt-Museums, rechts Vertriebschef Thomas Wanke.

Das Rudolph-Karstadt-Museum befindet sich im Kontor, ebenerdig im hinteren Bereich des Kaufhauses. Zu sehen sind Arbeits- und Einrichtungsgegenstände aus der Anfangszeit. Ein alter Tresor zum Beispiel, wie man ihn aus den Filmen mit der „Olsenbande“ kennt. Lebendige Geschichte dieses Unternehmens, das fest verknüpft ist mit der Hansestadt.

Man ist ganz besonders stolz in Wismar, Sitz des Karstadt-Stammhauses zu sein, wie es Senator Michael Berkhahn (CDU) in seinem Grußwort ausdrückte. „Das Haus erfreut sich bei Kunden und Besuchern großer Beliebtheit und ist ein touristischer Anziehungspunkt“, sagte der stellvertretende Bürgermeister. Der Bundestagsabgeordnete und frühere Pressesprecher der Stadt, Frank Junge, wird noch deutlicher: „Ohne das Warenhaus sähe es sehr düster aus für den Einzelhandel in der Innenstadt. Zweifelsohne profitieren die Ladenbesitzer in der Innenstadt von so einem Magneten wie Karstadt“, bringt es der SPD-Politiker auf den Punkt. Junge erinnerte an die schwierige Situation vor ein paar Jahren, als der Konzern einige Häuser schließen musste. Er wisse noch ganz genau, dass er damals in seiner Funktion als Pressesprecher an vielen Gesprächen beteiligt war, als es darum ging, das Stammhaus in Wismar zu erhalten. Gleichzeitig sicherte er zu, auch als Bundestagsabgeordneter immer ein offenes Ohr für die Belange des Unternehmens zu haben.

Während des Empfangs wurde auch die neue Leiterin der Filiale vorgestellt: Heike Pepic bekleidet seit 1. März diese Funktion. Sie kam aus Dresden in die Hansestadt. Zuvor hatte sie viele Jahre in einer Karstadt-Filiale der Elbmetropole gearbeitet. Im Jubiläumsjahr dieses Traditionshaus zu übernehmen, sieht sie als besondere Herausforderung. „Wir werden das ganze Jahr über den 135. Geburtstag feiern. Es wird in diesem Zusammenhang immer wieder neue Aktionen, Veranstaltungen und Angebote geben“, kündigte Heike Pepic an. Die Kunden am Sonnabend wurden mit einem Rabattgutschein bedacht.

Zur Geschichte

Vor 135 Jahren, am 14. Mai 1881, eröffnete der Einzelhandelskaufmann Rudolph Karstadt in Wismar sein „Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft“.

1000 Taler betrug das Startkapital des damals 25-jährigen gebürtigen Grevesmühleners.

Von Beginn an hatte Karstadt mit seinen günstigen Festpreisen statt des sonst noch üblichen Handelns Erfolg. Deshalb eröffnete er bereits 1906 weitere 24 Warenhäuser in Norddeutschland.

Das Stammhaus in Wismar wurde 1907 als Stahlskelettbau errichtet. Es ist mit 3100 m² die kleinste Filiale.

Nach dem Ende der DDR übernahm 1991 die Karstadt AG wieder das Stammhaus und sanierte das Gebäude. Zu Ehren, als Anerkennung und zur Erinnerung wurde 2001 zum 120-jährigen Bestehen des Unternehmens der Platz vor dem Stammhaus zum „Rudolph-Karstadt-Platz“ ernannt.

Peter Täufel

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