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Nordwestmecklenburg Kauft Dassow ehemaliges Polizeigebäude?
Lokales Nordwestmecklenburg Kauft Dassow ehemaliges Polizeigebäude?
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20:20 15.12.2015
Günter Pormetter (64) trainiert junge Judokas im ehemaligen Polizeigebäude in Dassow. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Stadtvertreter in Dassow befürworten den Kauf eines früheren Polizeigebäudes. Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern bietet es an. Bisher treiben Judokas, Kraftsportler und Radfahrer des SV Dassow 24 in dem Anwesen Sport. So soll es nach dem Kauf durch die Stadt bleiben. Sie soll nach dem Willen von Kommunalpolitikern anderen möglichen Erwerbern zuvorkommen.

Die Mitglieder des städtischen Hauptausschusses haben den Kauf des Polizeigebäudes grundsätzlich befürwortet — ohne Gegenstimme. Eine Entscheidung der Stadtvertreter stand bis zum gestrigen Redaktionsschluss nicht fest.

„Wir haben ein Kaufangebot vom Betrieb für Bau und Liegenschaften bekommen“, sagt Dassows Bürgermeister Jörg Ploen (SPD). Der Eigentümer will seit geraumer Zeit das Anwesen veräußern. Nach Auskunft des Amtes Schönberger Land hat er den Verkauf mehrfach auf Bitten der Stadt und des SV Dassow 24 verschoben. Der Verkauf könne nun nicht weiter hinausgezögert werden, sodass eine Entscheidung zu fällen sei.

„Es wäre eine super Sache, wenn die Stadt das Gebäude kaufen würde. Wir hätten sonst nicht genügend Möglichkeiten unterzukommen“, sagt Günter Pormetter, Leiter der erfolgreichen Abteilung Judo des SV Dassow. Die Dornbuschhalle sei sehr belegt. Judokas, Kraftsportler und Mitglieder der ebenfalls sehr erfolgreichen Radsportabteilung des SV Dassow könnten in dem ehemaligen Polizeigebäude seit Jahren gut trainieren. Auch eigne es sich für die Selbstverteidigungskurse, die der Verein Frauen anbietet. Sie beginnen mittwochs um 18 Uhr im früheren Polizeigebäude.

Dort ist der SV Dassow vor acht Jahren als Mieter eingezogen. Gebaut wurde das Haus vor einem Jahrhundert für den Dassower Bahnhof. Im Untergeschoss befand sich ein Fahrkartenschalter, im Obergeschoss gab es Wohnungen. Zur DDR-Zeit wurde das Haus zeitweise für den Unterricht und Sport der Schule genutzt. Nach der Wende war auch das Bauamt in dem Anwesen zu finden.

Kein Kaufinteressent, sondern Verkäufer ist die Stadt Dassow für die Häuser Lübecker Straße 5 und Lübecker Straße 9. Das teilte Jörg Ploen auf Anfrage mit. Die Käufer der sanierungsbedürftigen Gebäude seien Privatpersonen. Die Nummer 9 solle künftig für Wohnzwecke genutzt werden, die Nummer 5 für Wohnen und Gewerbe. Die Stadt hatte jahrelang versucht, die beiden Häuser zu verkaufen.

Historie des Bahngeländes
1905 wurde der Bahnhof in Dassow fertig. Die Züge fuhren über Prieschendorf und Groß Bünsdorf bis Schönberg. Dort hatten Reisende Anschluss nach Lübeck und Bad Kleinen. Später verlängerten Arbeiter die Bahnlinie über Dassow hinaus zum Luftwaffenzeugamt unweit von Pötenitz. Zur DDR-Zeit rissen Arbeiter die Gleise ab und bauten auf dem Bahngelände in Dassow ein Schwimmbad. Das ließ die Stadt Dassow Ende der 90er-Jahre aus Kostengründen schließen und ebenfalls abreißen. In die Freibadgebäude zog ein Jugendklub. In dessen Nachbarschaft will die Stadt nun einen Kindergarten bauen.

Jürgen Lenz

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