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Nordwestmecklenburg Kiefernbogen bald keine Sackgasse mehr?
Lokales Nordwestmecklenburg Kiefernbogen bald keine Sackgasse mehr?
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11:40 26.11.2018
Ein Sperrgitter für Autos und Lastwagen kappt in Palingen die Verbindung zwischen Hauptstraße und Kiefernbogen. Quelle: Jürgen Lenz
Palingen

 Sie sind umstritten, seitdem sie stehen: Sperrgitter an einem Ende der Straße „Kiefernbogen“ in Palingen. Ulf Mecklenburg, der im idyllisch gelegenen Ortsteil der Gemeinde Lüdersdorf wohnt, berichtet: „Viele alteingesessene Bürger sprachen mich zu diesem Thema an und baten mich darum, dass ich mich in der Gemeinde dafür einsetzen möchte, dass diese Straße, die einseitig für den Kraftfahrzeugverkehr von der Verkehrsbehörde Nordwestmecklenburg gesperrt wurde, wieder von allen Verkehrsteilnehmern in beiden Richtungen genutzt werden kann.“ Ulf Mecklenburg argumentiert, der Wunsch sei bereits durch eine Liste mit Unterschriften von 200 Palingern belegt. Nun beantragt die Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“, der Ulf Mecklenburg angehört, dass die Gemeinde die Sperrgitter abbaut und einen entsprechenden Antrag ans Verkehrsamt Nordwestmecklenburg richtet. Die Gemeindevertreter beraten darüber in einer öffentlichen Sitzung, die am 27. November um 19 Uhr mit einer Einwohnerfragestunde in der Grundschule in Herrnburg beginnt.

Gesperrt ist die Zufahrt zum Kiefernbogen aus Richtung Hauptstraße. Erreicht werden können die Anlieger von der Kreuzung Kiefernbogen-Mühlenkamp-Mühlenweg aus.

In einer Einwohnerversammlung im Juli 2008 wurde die Idee öffentlich, den Kiefernbogen zu einer Einbahnstraße zu machen. Das war kurz bevor die Gemeinde den Sandweg zu einer asphaltierten Straße ausbauen ließ. Der Weg wurde zu einer Erschließungsstraße für neue Baugrundstücke. Anstoß nahmen Palinger in der Einwohnerversammlung an der geplanten Ausbaubreite des mit 4,50 Meter angegebenen Asphaltbandes. Der Tenor in der Versammlung war: Besser wäre, die Fahrbahn auf drei Meter Breite zu beschränken und den Kiefernbogen als Einbahnstraße auszuweisen. Die Einwohner fürchteten vor allen Dingen um die Sicherheit der Kinder. Sie wiesen darauf hin, dass an der Straße ein Spielplatz liegt.

Einige Palinger meinten später, die Einmündung des Kiefernbogens in die Hauptstraße hätte nicht gesperrt werden müssen, um den Verkehr zu beruhigen. Ihr Einwand: Ausreichend gewesen wären auch wechselseitige Poller oder sogenannte „Berliner Pflaster“ – Bodenschwellen quer zur Fahrtrichtung.

Heute, zehn Jahre später, argumentiert Ulf Mecklenburg: „Es hat sich herausgestellt, dass auf dieser Straße mit einer Gesamtlänge von 290 Meter ohnehin nicht so schnell gefahren werden kann, weil sich auf circa halber Länge eine 90-Grad-Kurve befindet.“ Auch sei festzustellen, „dass durch die Besonnenheit aller Verkehrsteilnehmer in der gesamten Ortslage keine Unfälle wegen erhöhter Geschwindigkeit in Straßenverkehr zu verzeichnen waren.“ Dieser Argumentation schließt sich die Fraktion der Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“ an. Ihr Antrag sei „im Interesse Palinger Bürger.“

Den Namen „Kiefernbogen“beschloss die Gemeindevertretung Lüdersdorf 2008 einstimmig. Die Kommunalpolitiker verwarfen zuvor die Namen „Mühlenbogen“, „Am Spielplatz“ und „Heidebogen“.

Am 27. November beraten die Gemeindevertreter auch über eine Empfehlung des Bauausschusses, die jährliche Straßenreinigung in den Ortsteilen Wahrsow, Lüdersdorf und Herrnburg von zwei Reinigungsgängen auf vier zu erhöhen. Damit würden sich die Kosten deutlich erhöhen. Die Amtsverwaltung Schönberger Land erläutert: „Das derzeit wirtschaftlichste Angebot für den Einsatz der Kehrmaschine (exklusive Entsorgungskosten) beläuft sich auf 5 569,20 Euro brutto pro Jahr, die diesjährigen Reinigungskosten (zwei Mal) betragen 3 573,58 EUR Euro brutto.“

Jürgen Lenz

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