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Nordwestmecklenburg Kirchenverein sucht dringend Förderer
Lokales Nordwestmecklenburg Kirchenverein sucht dringend Förderer
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20:47 17.04.2018
Joachim Schünemann (links) bedankt sich bei Steffen Lindemann für den gehaltenen Vortrag und überreicht ihm eine Festschrift des Fördervereines.

Dass es keine einfache Sache ist, kontinuierlich Fördergelder zu erhalten – diese Erfahrung musste im vergangenen Jahr der Förderverein zum Erhalt der Friedrichshagener Kirche machen.

Für geplante Sanierungen am Gotteshaus wird mehr Geld benötigt.

Wie Joachim Schünemann, Vereinsvorsitzender auf der Jahresmitgliederversammlung in Plüschow berichtete, konnte das Vorhaben den Zugang zur Kirche durch das Tor und die Neugestaltung einer Freitreppe dorthin, die für 2017 geplant war, nicht angegangen werden. Die Freitreppe, die es früher einmal gab, soll vor allem Touristen den Zugang zur Kirche erleichtern. Ortsfremde würden oft herumirren, so Schünemann, bevor sie die kleine Tür zur Kirche – die seit Ostern wieder täglich offen ist, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr – fänden. „Dass es so schwierig sein würde, zusätzliche Fördergelder zu der von der Familie Bräunig zur Verfügung gestellten Spende von 9000 Euro zu erhalten, hatten wir uns wirklich nicht vorgestellt“, so Schünemann.

Die Familie Bräunig hatte anlässlich der Beerdigung des ehemaligen Plüschower Bürgermeisters Erhard Bräunig – der im Jahr 2015 auf tragische Weise bei einem Unfall ums Leben kam – um Spenden für die Friedrichshagener Kirche anstatt Kränzen oder Blumen gebeten.

Nach einigem Hin und Her, Zuwendungsbescheiden für Fördermittel, die dann wieder nach unten korrigiert wurden, ist es nun aber endlich soweit und das Projekt mit einer Bausumme von um die 65 000 Euro kann ausgeschrieben werden,.

Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres hat sich der Vorstand des Fördervereines nun entschlossen, zusätzliche Wege zu beschreiten, um Mittel für den Erhalt der über 600 Jahre alten Kirche einzuwerben. Sie gehört auch zu den sogenannten Radfahrer-Kirchen mit Rastplatz, ist also auf offiziell ausgewiesenen Radtouren als Ausflugspunkt angegeben. Die untere Hälfte des Turmes wurde bereits im Jahr 2013 saniert, doch fertig, so Schünemann, ist auch der Turm noch nicht. Außerdem warten Arbeiten im Kirchenschiff, an den Pfeilern und noch diverse andere Dinge, die zu restaurieren sind.

Der Vorstand, so Schünemann, beschäftigt sich derzeit damit, Geld bei Stiftungen zu beantragen – unter anderem bei den Oetker-Stiftungen und der Hermann-Reemtsma-Stiftung. Außerdem setzen die Friedrichshagener auf Werbeprospekte unter Mitwirkung des Plüschower Künstlers Udo Rathke, der die Gestaltung übernehmen soll. Schünemann bat alle Mitglieder, aktiv nach Mäzenen, Spendern und Sponsoren zu suchen, auch im Familien- und Bekanntenkreis nach Unterstützern Ausschau zu halten. Das Kulturprogramm der Kirche (siehe Information) ist eine weitere Einnahmequelle – auch wenn der Eintritt zu den Veranstaltungen frei ist. „Wir haben einen Spendenstock anfertigen lassen, der in der Kirche aushängt“, gab Schünemann bekannt.

Einen Gastvortrag gab es an diesem Abend auch. Steffen Lindemann, hauptberuflich Referatsleiter im Energieministerium in Schwerin und „Hobbygeschichtsforscher“, stellte den von ihm veröffentlichten Band „Holzskulpturen in Mecklenburg“ vor. Sieben Jahre hatte Lindemann an dem Buch gearbeitet. „Es gibt insgesamt nur noch wenige Holzskulpturen aus diesen Zeiten“, so Steffen Lindemann: „Mecklenburg ist in der glücklichen Lage, noch einige solcher Schätze zu besitzen.“

Ein solcher Schatz ist das Eichenretabel aus dem 15. Jahrhundert, das in der Friedrichshagener Kirche hängt und den Umschlag des Buches ziert.

Kultur in der Friedrichshagener Kirche

Pfingstmontag, 21. Mai, 17 Uhr– Konzert mit Benjamin Jäger, Kantor in Rostock – zum zweiten Mal an der Friedrichshagener Winzer-Orgel.

Sonntag, 3. Juni, 17 Uhr –Konzert mit The Ciscoes aus Zarrentin. Der mitreißende Gospel-Chor ist mit einem neuen Programm unter der Leitung von Elmar Roetz wieder zu Gast in der Kirche.

Sonntag, 17. Juni,

17 Uhr – Duo Distensione aus Berlin. „Serenade“-Konzert für Oboe und Harfe – dargeboten von Jessyca Flemming (Harfe) und Mykyta Sierov (Oboe).

Sonntag, 1. Juli, 16 Uhr – Konzert Vocalquartett Soncett aus Rostock - a capella Gesang - aufgeführt von vier jungen Sängerinnen.

Freitag, 17. August, 19.30 Uhr, Konzert Suoni Dorati aus Weimar – Marleen Mauch (Sopran), Hans Jakob (Tromp.), Marco Lemm (Orgel).

Annett Meinke

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