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Nordwestmecklenburg Kita-Gebühren für den Lustgarten steigen
Lokales Nordwestmecklenburg Kita-Gebühren für den Lustgarten steigen
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14:13 14.11.2013
Die städtische Kita am Lustgarten hat mit die höchsten Platzkosten in der Stadt. Ein Grund dafür sind die Tariflöhne. Quelle: LN
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Grevesmühlen

10, 20 oder gar 30 Euro mehr für einen Krippenplatz in der Kita am Lustgarten in Grevesmühlen? Um diese Frage geht es derzeit in den Ausschüssen der Stadt. Denn anlässlich der Haushaltskonsolidierung muss die Stadt sparen und will den Anteil der Förderung an den Kita-Plätzen von derzeit 63 auf 50 Prozent runterfahren. Das würde für einen Ganztagskrippenplatz eine Anhebung von 299 auf über 330 Euro Elternbeitrag bedeuten. Der Sozialausschuss hat sich für einen Kompromiss ausgesprochen (60 statt 50 Prozent Förderung). Die Entscheidung fällen die Stadtvertreter auf ihrer nächsten Sitzung.

Die Zeiten, als Grevesmühlen die moderatesten Kita-Gebühren der Region hatte und die Stadt die Förderung so deckelte, dass die Elternbeiträge sowohl bei den kommunalen Einrichtungen als auch bei den freien Trägern gleich waren, sind längst vorbei. Und damit die städtische Kita am Lustgarten aus finanzieller Sicht konkurrenzfähig bleibt, hat die Stadt statt der gesetzlichen 50-Prozent-Förderung bisher 63 Prozent gezahlt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Wie Bürgermeister Jürgen Ditz erklärte, sei die Verwaltung wegen der Sparmaßnahmen dazu verpflichtet, die Förderung unter die Lupe zu nehmen.

Dass die Platzkosten in der kommunalen Einrichtung bisweilen deutlich höher als bei den freien Trägern sind, hängt laut Ditz vor allem damit zusammen, dass die übrigen Träger bestimmte Kosten anders umlegen würden. „Wenn jeder sich an die Tarife hält, die wir zahlen, dann würden auch die Platzkosten ähnlich aussehen.“

Mehr als 140 000 Euro schießt die Stadt derzeit bei den 22 Krippenplätzen pro Jahr zu. Eine Summe, die sich bei einer Absenkung der Förderung auf 60 Prozent auf 136 000 Euro reduzieren würde.

Für die Eltern würde das, vorausgesetzt die Stadtvertreter stimmen dem Vorschlag zu, bedeuten, dass die Platzkosten für eine Ganztagsbetreuung auf rund 330 Euro monatlich ansteigen würden.

Einem Trägerwechsel der Einrichtung, wie er im Rahmen der Diskussion immer wieder aufkommt, erteilte Bürgermeister Jürgen Ditz eine klare Absage. „Bei einem Wechsel ist es hinterher nie billiger geworden für die Kunden, ganz im Gegenteil.“ Außerdem sei es gut für die Situation auf dem Markt, wenn die Kommune direkt Einfluss nehmen kann.

Die Mitglieder des Sozialausschusses, die sich unter der Leitung der Vorsitzenden Elvira Kausch intensiv mit den Gebühren beschäftigten, stimmten mehrheitlich für die 60-Prozent-Variante. Dadurch spare die Stadt Gebühren, und die Anhebung sei moderat, hieß es zur Begründung.

M. Prochnow

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