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Nordwestmecklenburg Kita- und Hortbeiträge für Eltern steigen
Lokales Nordwestmecklenburg Kita- und Hortbeiträge für Eltern steigen
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19:20 14.01.2016
Fleißig üben Yara (4), Frederike (4), Marten (5), Emily (4) und Luisa (5, v. l.) von der Seepferdchen-Gruppe der DRK-Kita „Strandkinnings“ im Zahlenland. Fotos (3): Dirk Hoffmann

Gleich zu Beginn des neuen Jahres sollen die Eltern vieler Kinder aus dem Ostseebad kräftig zur Kasse gebeten werden. Ab Februar müssen sie für Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze aller Voraussicht nach teilweise deutlich mehr als bisher zahlen. Einen entsprechenden Beschluss als Empfehlung an den Hauptausschuss und die Gemeindevertretung fasste Montag der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales der Gemeindevertretung. Am stärksten trifft es die Eltern von Krippenkindern. Ihr Beitrag würde sich von momentan 150 Euro im Monat auf 215 Euro für einen Ganztagsplatz erhöhen.

Die neuen Beträge ergeben sich aus höheren Gesamtkosten, die das DRK als Träger der Kita „Strandkinnings“ und des Hortes „Neptun Kinnings“ für einen Platz ansetzt. Sind es zum Beispiel 867 Euro, die momentan für einen monatlichen ganztätigen Krippenplatz gelten, hat das DRK nun 997 Euro zur Verhandlung mit dem Landkreis bei der Berechnung der Entgelte eingereicht. Über fünf Jahre waren die Beiträge der Eltern stabil gewesen, wie DRK-Kreisgeschäftsführer Ekkehard Giewald erklärt. In dieser Zeit seien aber sämtliche Kosten, angefangen von denen für das Gebäude bis hin zum Personal, deutlich gestiegen. Die inhaltlich wertvolle Arbeit mit den Kindern wolle man honorieren.

Von den Kosten für einen ganztägigen Krippenplatz übernahm das Land beziehungsweise der Landkreis von den 867 Euro bisher 267 Euro, die Gemeinde Boltenhagen zahlte 350 Euro und die Eltern 150 Euro. Sie hätten eigentlich 250 Euro zu zahlen, doch das Land entlastete die Krippen-Eltern mit einem weiteren Zuschuss.

Jener Landeszuschuss bliebe auch bei neuen Platzkosten bestehen. Mehr als die bisherigen 267 Euro steuern Land beziehungsweise Landkreis bei dem ganztägigen Krippenplatz aber nicht bei. Demzufolge erhöhen sich die Anteile an den Gesamtkosten für Gemeinde und Eltern. Für die Krippen- und Kindergartenplätze hatte Boltenhagen bislang deutlich mehr als die gesetzlich geforderten 50 Prozent übernommen, sodass sich der Elternanteil verringerte. Bei einem ganztägigen Krippenplatz lag der Gemeindesatz zum Beispiel bei 58,35 Prozent und bei einem Halbtagsplatz im Kindergarten gar bei 59,46 Prozent.

Das Ostseebad Boltenhagen muss sparen, es befindet sich in der Haushaltssicherung. Mehr als die 50 Prozent gemeindlichen Anteils an den Krippen-, Kita- und Hortkosten kann es gegenwärtig nicht mehr aufbringen. Nach dieser Berechnung müssten Eltern für einen Ganztagsplatz in der Krippe satte 265 Euro im Monat zahlen. Das wären 115 Euro mehr.

Ein viel zu hoher Betrag, wie Bürgermeister Christian Schmiedeberg findet. Er machte der Verwaltung den Vorschlag, dass sich Gemeinde und Eltern die höheren Kosten zu jeweils 50 Prozent teilen. Die Eltern, die einen ganztägigen Krippenplatz benötigen, müssten dann „nur“ noch monatlich 65 Euro mehr als bisher zahlen.

„Es tut uns weh, dass wir die Familien nicht mehr in der jetzigen Form fördern können“, erklärt Schmiedeberg. Besonders ärgert ihn, dass der Landkreis trotz der Erhöhung der Platzkosten nicht mehr als bisher bezahlen will. Einen endgültigen Beschluss will die Gemeindevertretung während ihrer Sitzung am Donnerstag, dem 28. Januar, dann fassen.

Dirk Hoffmann

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