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Nordwestmecklenburg Kitabau in Dassow liegt im Plan
Lokales Nordwestmecklenburg Kitabau in Dassow liegt im Plan
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21:23 09.06.2017
Bauleiter Jan Scheunchen erläutert der amtierenden Dassower Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD-Fraktion) die Pläne für die Außenanlagen eines neuen Kindergartens in Dassow. Arbeiter werden auch einen Spielplatz, zehn Stellplätze für Autos von Eltern und acht Stellplätze für Fahrräder herstellen. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
Dassow

Wie dringend Eltern in Dassow zusätzliche Kita-Plätze für ihren Nachwuchs brauchen, zeigt sich beim Bau einer neuen Kindertagesstätte durch die Stadt. Fünf Gruppen mit insgesamt 75 Mädchen und Jungen werden in der Kita Platz finden. Doch fast alle Betreuungsplätze sind bereits belegt. „Wir haben dann noch sechs Plätze“, sagt die amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD-Fraktion). Auf der Baustelle am Ende der Bahnhofstraße spricht sie eine Ursache für die große Nachfrage an: „Es scheint in Dassow einen richtigen Kinderboom zu geben.“

Das liegt auch an den vielen Zuzügen. Die haben ihre Hauptursache wiederum in boomenden Firmen im Gewerbegebiet Holmer Berg. Betriebe wie Euroimmun stellen weitere Mitarbeiter ein, von denen dann viele in der kleinen Stadt wohnen wollen. Gut für sie: Dassow liegt nur wenige Kilometer von der Ostsee und Lübeck entfernt und besitzt eine Infrastruktur mit allem Nötigen: Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheke, Schule, Hort und Kindergarten.

137 Kindergarten- und 36 Krippenkindern sowie bis zu 100 Hortkindern bot der Verein „Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz Rehna“ vor dem Beginn der Bauarbeiten für die neue Kita Platz –

relativ viel für eine Stadt mit 4050 Einwohnern, aber nicht genug für die große Schar von rund 350 Kindern im Alter bis neun Jahre. Also beschlossen die Stadtvertreter, die bestehenden Kindertagesstätten durch einen Neubau zu ergänzen. Sie gingen von 2,238 Millionen Euro Kosten und einer Eröffnung im Frühjahr 2018 aus. Dabei wird es nach dem gegenwärtigen Stand bleiben. Annett Pahl und Bauleiter Jan Scheunchen vom Gadebuscher Ingenieurbüro Hanft & Kautzky sind da zuversichtlich. „Wir rechnen mit der Eröffnung im frühen Frühjahr“, sagt die amtierende Bürgermeisterin.

Klar sei: „Wir müssen im Kostenrahmen bleiben.“ Sehr zupass kommt Dassow ein Zuschuss aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. 1,765 Millionen Euro steuert die EU für den Bau der Kita in Dassow bei – und deckt damit 79 Prozent der kalkulierten Kosten.

Den neuen Kindergarten in der Bahnhofstraße bauen vor allem Mitarbeiter des Gadebuscher Unternehmens Staudler. Sie errichten einen zweigeschossigen Bau, der der kinderreichen Stadt Dassow eine Option für die Zukunft offen lässt. Das Gebäude ist nach Jan Scheunchens Auskunft so konzipiert, dass es um einen dritten Trakt erweitert werden kann.

Freier Träger

Neun Kindertagesstätten betreibt der Verein „Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz Rehna“. Sie befinden sich in Dassow, Selmsdorf, Schlagsdorf, Carlow, Rehna, Gadebusch, Damshagen, Kalkhorst und Mallentin. In Rehna betreibt der Verein zudem einen Hort.

1992 gründete sich der Verein als freier Träger der Jugendhilfe. Am 1. Februar 1995 übernahm er in Selmsdorf die Kindertagesstätte, am 1. Juli 1996 in Dassow den Kindergarten und den Hort.

Jürgen Lenz

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