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Nordwestmecklenburg Klarheit für die Landtagswahl
Lokales Nordwestmecklenburg Klarheit für die Landtagswahl
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18:12 24.06.2016
Haben die Podiumsdiskussion mit vorbereitet: Julius (v.l.), Josch, Tim-Oliver, Marisa, Johanna, Paulin, Sophie und Lisa. Quelle: Annett Meinke

20 Schüler aus den oberen Klassen des Schönberger Ernst-Barlach-Gymnasiums arbeiten seit Monaten an einem ehrgeizigen Projekt. Sie bereiten eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern von sechs Parteien vor. Sie wird am 30. Juni um 19 Uhr in der Aula ihrer Schule stattfinden. Das Ende ist gegen 20.30 Uhr geplant. Daran teilnehmen kann jeder, der sich für Politik interessiert.

Eingeladen haben die Schüler Spitzenkandidaten aus Nordwestmecklenburg der Parteien CDU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und AfD, die für den Landtag kandidieren. Es wird um politische Themen gehen, die derzeit und künftig in MV von Bedeutung sind. Das Publikum kann mitdiskutieren.

Sozialkundelehrerin Antje Epperlein, die diese Idee einbrachte, ist begeistert vom Engagement ihrer Schüler: „Ich war überrascht von dem großen Interesse.“ Die Schüler haben sich in Gruppen aufgeteilt, die sich jeweils mit Organisation, Moderation, Öffentlichkeitsarbeit und diversen Einspielern, die präsentiert werden sollen, beschäftigt haben. Paulin Golla (16) zum Beispiel wird gemeinsam mit ihrem Mitschüler Julius Langreder (16) den ersten Teil der Veranstaltung moderieren. Sie sagt: „Wir wollen eine faire und gleichzeitig kontroverse Diskussion. Deshalb ist auch die AfD mit dabei.“

Auch wenn die Schüler zum Teil unterschiedliche, manchmal sogar konträre politische Meinungen vertreten, darin sind sie sich einig: Andere mit anderer Meinung einfach nur ausgrenzen und ignorieren – das funktioniert nicht. Julius Langreder zum Beispiel ist ein Verfechter des Handelsabkommen mit den USA (TTIP) – und er weiß: „Damit stehe ich hier ziemlich alleine da.“ Dennoch wird er respektiert in seiner Meinung. „Und genau darum geht es an diesem Abend“, erklärt Tim-Oliver Ollmann (17), der mit Lisa Markschies aus der elften Klasse den zweiten Teil der Veranstaltung moderiert:. „Wir wollen unterschiedliche Positionen hören, um uns besser zu orientieren. Wir wollen Austausch, aber keine Polemik.“ Und vielleicht – hoffen die Schüler – kommt auch der eine oder andere Protestwähler und lässt sich noch zum Umdenken bewegen. „Komplexe Probleme brauchen langfristige Lösungen“, ist Paulin Golla sicher.

Annett Meinke

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