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Nordwestmecklenburg Kleine Kicker, großer Fußball
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20:23 09.08.2017
77 Jungen und Mädchen trainieren in dieser Woche am Tannenberg, der Grevesmühlener FC hat zum HSV-Camp eingeladen. Quelle: Fotos: D. Hoffmann

Der FC Anker macht es, der FC Schönberg ebenfalls – und auch der Grevesmühlener FC bietet ein besonderes Nachwuchstraining an. „Trainieren wie die Profis“

Mehr als 70 Kinder trainieren in dieser Woche im HSV-Nachwuchscamp am Tannenberg.

lautet das Motto des seit Montag auf der Sportanlage am Tannenberg in Grevesmühlen stattfindenden HSV-Camps. Die Resonanz ist mit 77 Mädchen und Jungen beeindruckend.

Mehr junge Kicker hätten es auch nicht sein können, wie Camp-Leiter Mario Jurkschat sagt. Der 34-Jährige hat in Grevesmühlen, damals noch bei Blau-Weiß, das Fußballspielen gelernt, war mit zwölf Jahren zur Sportschule nach Schwerin gegangen, wechselte später zu Borussia Dortmund in den Jugendbereich und absolvierte auch sechs Spiele in der U 16-Nationalmannschaft. Seit sieben Jahren leitet er das HSV-Nachwuchscamp, das mit Unterstützung des Grevesmühlener FC jetzt Station am Tannenberg macht.

Dem Nachwuchs möglichst viel zu vermitteln, das ist das Ziel des Camps. Themen wie Koordination und Spielformen seien darin eingeschlossen, berichtet Mario Jurkschat. Jeweils fünf verschiedene Stationen an den Vor- und Nachmittagen an allen fünf Tagen bedeuten dabei echte Herausforderungen für die jungen Kicker.

Ruhig, aber bestimmt agieren die fünf Trainer und der Camp-Leiter. Das überträgt sich auf die Teilnehmer, die sehr diszipliniert und engagiert mitmachen. „Hier kann ich viel dazulernen“, meint zum Beispiel der zehnjährige Xaver Deuble aus Neubrandenburg. Damit hat er noch nicht einmal die längste Anreise aller Teilnehmer. Denn der gleichaltrige Erik Mews kommt aus Hessen und tritt sonst im rechten Mittelfeld der E-Jugend des OSC Vellmar gegen das runde Leder. Er nimmt schon das dritte Mal an einem HSV-Nachwuchscamp teil. Ähnlich wie Xaver will auch er neue Dinge lernen.

Aber nicht nur Jungs spielen in dieser Woche Fußball in Grevesmühlen. „Es macht einfach riesigen Spaß“, findet die aus Berlin kommende Pauline Gerecke. Als die Zwölfjährige das sagt, hat sie gerade einen Torschuss mit Geschwindigkeitsmessung abgegeben und steht neben der aufblasbaren Mini-Arena, in der zuvor ebenfalls einige der jungen Fußballer spielten.

Nicht bereut hat es auch Marlon Seidel, dass er nach Grevesmühlen gekommen ist. Der Elfjährige aus Boltenhagen, der beim SV Klütz in der D-Jugend spielt, hält stolz ein HSV-Poster hoch. Das hat er gleich am ersten Tag des Camps bekommen.

Insgesamt ist es eine runde Sache, wie auch die zuschauenden Eltern der Kids meinen. Neben der straffen Organisation durch die HSV-Verantwortlichen trägt dazu auch die Sportanlage am Tannenberg bei.

„Die Bedingungen hier sind einfach ideal“, meint Camp-Leiter Mario Jurkschat mit Blick auf die gut gepflegten Plätze und die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten.

Für den Grevesmühlener FC ist die gute Beteiligung am Camp derzeit Balsam auf die Seele des Vereins. Denn die Männermannschaft muss nach dem Zwangsabstieg in der Kreisklasse neu beginnen. Die gute Nachwuchsarbeit ist die Grundlage des Traditionsvereins, der in den vergangenen Jahren einige Turbulenzen zu überstehen hatte.

Dirk Hoffmann

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