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Nordwestmecklenburg Werbesatzung der Stadt Klütz beschlossen
Lokales Nordwestmecklenburg Werbesatzung der Stadt Klütz beschlossen
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16:20 12.02.2019
Die Stadt Klütz hat eine Werbesatzung beschlossen. Ansammlungen von Werbetafeln wie auf dem Archivbild von 2015 sollen damit verhindert werden. Quelle: MALTE BEHNK
Klütz

Nach einer Planung von fast vier Jahren wird die Werbung in der Stadt Klütz jetzt konkret geregelt. Die Stadtvertreter haben am Montag eine Werbesatzung beschlossen, die vor allem in Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt mit dem Grevesmühlener Planer Ronald Mahnel erarbeitet wurde. Die neue Satzung regelt jetzt, wie groß Werbeschilder der örtlichen Unternehmen sein dürfen, wie sie beschriftet werden sollen und wo sie aufgehängt oder aufgestellt werden dürfen.

Angestoßen hatte das Thema Stadtplaner Werner Peters, der Klütz bei der Altstadtsanierung begleitet hat. Er hatte etliche Verstöße gegen die Klützer Gestaltungssatzung festgestellt, in der die Werbung bislang geregelt war.

„Wir haben uns ewig schwer damit getan“, beschreibt der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU) die lange Planungszeit. „Die Gewerbetreibenden wundern sich eventuell darüber, dass es schon so lange dauert. Sie brauchen endlich eine Orientierung, was wir wollen, damit sie sich darauf einstellen können“, so Jung. Auch Stadtvertreter Jens Nevermann hatte sich dafür ausgesprochen, die Werbesatzung endlich zu beschließen. Er stimmte dem Bürgermeister zu, dass die neuen Regeln noch vor den Wahlen einer möglichen neuen Stadtvertretung in Kraft treten sollten. Allerdings wollte Nevermann sichergehen, dass auch mit den Gewerbetreibenden selber über diese Veränderungen gesprochen wurde. Daraufhin wurde erklärt, dass der Handwerker- und Gewerbeverein Klützer Winkel an mehreren Besprechungen im WTU-Ausschuss beteiligt war.

In der Klützer Werbesatzung ist unter anderem festgelegt, dass Firmen im Stadtgebiet nur an ihrem eigenen Standort werben dürfen. Eine Ansammlung von Werbetafeln, wie es sie 2015 noch an der Kreuzung von Lübecker Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße gab, ist nicht mehr erlaubt. Ebenso werden die Größen von Werbeschildern im Verhältnis zur Hausfassade und die erlaubte Art von Schriftzügen festgelegt. Alle Details können Gewerbetreibende in der neuen Satzung nachlesen, die in der Amtsverwaltung erhältlich sein wird. Nach dem Beschluss der Stadtvertretung wird es noch einige Tage dauern, bis die Werbesatzung von der Amtsverwaltung veröffentlicht wird. Mit der Veröffentlichung werden die neuen Regeln für die Werbung im Stadtgebiet dann gültig. Im Einzelfall können allerdings Befreiungen von der Satzung erfolgen. Darüber entscheidet die Stadtvertreterversammlung. Gewerbetreibende müssten also einen Antrag auf Befreiung an die Amtsverwaltung schicken, die das dann zur Abstimmung in die Stadtvertretersitzung gibt. Bereits genehmigte Werbeanlagen genießen Bestandsschutz. Bisher ungenehmigte Werbeanlagen müssen entfernt werden. Dafür wird als Frist der 1. Juli 2019 festgelegt.

Auszug aus den Werberegeln

In der Werbesatzung für die Stadt Klütz ist unter anderem geregelt, dass

Werbeanlagen, ausgenommen Schaukästen für öffentliche Bekanntmachungen und Informationstafeln, in Kleinsiedlungsgebieten, reinen und allgemeinen Wohngebieten nur an der Stätte der Leistung zulässig sind,

dass je Gewerbebetrieb sind nur zwei Werbeanlagen zulässig sind,

dass Beschriftungen oder Bemalungen in Schaufenstern in den einzelnen Fenstern im Erdgeschoss nur 10 Prozent der Glasflächen einnehmen dürfen,

dass Werbeanlagen auf Tafeln und Schildern sowie Schaukästen die Größe von 0,5 Quadratmetern nicht überschreiten dürfen.

Einige Gewerbetreibende hatten im Zuge der Diskussion um eine Werbesatzung bereits ihre Außenwerbung verändert, beziehungsweise bei der Eröffnung neuer Betriebe wurde schon darauf geachtet, die Werbung nach den Entwürfen für die Satzung zu gestalten. So nutzen schon viele Geschäfte oder Dienstleister zum Beispiel Einzelbuchstaben für einen Schriftzug. Diese Form der Außenwerbung war von Stadtplaner Werner Peters 2015 als besonders positives Beispiel hervorgehoben worden, als er den Wildwuchs von Werbetafeln kritisiert hatte.

Mehr zu dem Thema:

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Malte Behnk

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