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Nordwestmecklenburg Kommunen bremsen Raser aus
Lokales Nordwestmecklenburg Kommunen bremsen Raser aus
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20:55 10.04.2017
Nahe der Schule in Herrnburg informiert ein Mess- und Anzeigegerät die Autofahrer darüber, wie schnell sie unterwegs sind. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

 Anwohner bestätigen die Einschätzung. Sie hatten sich für das Installieren des Mess- und Anzeigegerätes stark gemacht.

In der Hermann-Litzendorf-Straße in Dassow hat die Stadt eine Tempomesstafel installiert. Höchstgewindigkeit dort: 30 Stundenkilometer.

Annett Pahl beobachtet auch selbst, dass viele Autofahrer, wenn ihnen mit roten Leuchtziffern angezeigt wird, dass sie zu schnell unterwegs sind, sofort langsamer werden – aus Einsicht oder weil sie fürchten, Passanten und Anwohner das ebenfalls sehen. Das stellt auch der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) fest. Er sagt, viele Autofahrer würden bremsen, wenn sie eine rote Zahl sehen. Bei korrektem Tempo ist die Zahl gelb oder grün.

In Herrnburg hängt die Messtafeln unweit der Grundschule an der Hauptstraße. „Es werden verschiedene weitere Standorte vorbereitet“, kündigt der Bürgermeister an. Huzel sagt, mit dem geringeren Tempo sei eine gewisse Lärmminderung verbunden. Das haben auch Anwohner in Dassow festgestellt. Dort kann das Gerät in der Hermann-Litzendorf-Straße und in der Lübecker Straße angeschlossen werden.

Geplant sind weitere Messstellen in der Stadt und in den Ortsteilen. Voraussetzung dafür sind geeignete Anschlussmöglichkeiten.

Selmsdorf setzt bereits seit 2015 auf Tempomesstafeln. Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) sagt: „Ich habe den Eindruck, dass es etwas bringt.“ Effektiver sei jedoch der 2016 begonnene Einsatz eines mobilen Blitzers in Selmsdorf durch den Landkreis. Durch ihn wurden Anfang März 22 852 Fahrzeuge gemessen. 526 überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Pech für sie: Der Einsatz des Blitzers führt im Gegensatz zu dem der Tempomesstafeln zu Sanktionen.

 Jürgen Lenz

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