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Nordwestmecklenburg Korff gestaltete Gutshäuser, Schlösser, Klöster
Lokales Nordwestmecklenburg Korff gestaltete Gutshäuser, Schlösser, Klöster
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20:10 13.08.2015
Im Musikzimmer, dem heutigen Frühstückssaal, spielten die Musiker einst aus diesen kleinen Fensterchen auf Deckenhöhe.
Wendorf

Die Schlösser Wendorf, Pötenitz und Hasenwinkel oder auch die katholische Kirche in Güstrow tragen seine Handschrift: Paul Johannes Adolf Korff. Er wurde 1875 in Laage als Sohn des Maurermeisters und Senators Friedrich Korff geboren. Seine Fachausbildung erhielt er am Technikum in Neustadt-Glewe, mit 22 Jahren arbeitete er im Büro von Gotthilf Ludwig Möckel, Restaurateur des Doberaner Münsters. Für Möckel übernahm Korff die Bauleitung der Trinitatiskirche im sächsischen Hainichen. Dort lernte er vermutlich seine erste Frau kennen.

Um 1900 machte er sich selbstständig und ließ sich drei Jahre später in seiner Heimatstadt Laage nieder. Bis mindestens 1929 lässt sich die Bezeichnung „Landhausbüro Laage“ nachweisen. Während des Ersten Weltkrieges war Korff auch am umfassenden Wiederaufbauprogramm in Ostpreußen beteiligt. An welchen Bauten er mitgewirkt hat, ist heute jedoch nicht bekannt.

Korff schien unter dem Druck der Weltwirtschaftskrise 1929 seine Arbeit stark eingeschränkt zu haben. Die Büroräume wurden umgenutzt, sein Wohnhaus verkaufte er 1941/42.

Ende des Zweiten Weltkriegs, kurz vor Einmarsch der Roten Armee, wählte der 69-jährige Korff mit seiner zweiten Frau gemeinsam den Freitod. Die beiden wurden in einem anonymen Gemeinschaftsgrab bestattet, nicht in der Korffschen Familiengruft.

vk

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