Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Kriminalkomödie erlebt Weltpremiere
Lokales Nordwestmecklenburg Kriminalkomödie erlebt Weltpremiere
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:44 05.01.2018
Eine Bettszene der etwas anderen Art: Willi Mühlenberg (o.), Beate Eggert und Hans-Joachim Moll proben für eine Premiere der Späldäl. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Die zweite Welturaufführung zum 70-jährigen Bestehen der Schönbarger Späldäl steht bevor. Seit Monaten proben Schauspieler der niederdeutschen Bühne für „Wiewer un anner Katastrophen“. Erstmals zu erleben ist die von Rudolf Korf und Marion Balbach geschriebene Kriminalkomödie am Sonnabend, dem 3. Februar, ab 19 Uhr im Schönberger Kino. Eine zweite Vorstellung beginnt am Sonntag, dem 4. Februar, um 15 Uhr ebenfalls in den Orpheum-Lichtspielen, Lübecker Straße 28.

Helga Schüler ist die Souffleuse der niederdeutschen Bühne.

Für die Schönbergerin Anne-Katrin Ave ist es eine zweifache Premiere. Sie tritt zum ersten Mal in einer Inszenierung der Schönbarger Späldäl auf.

Bereits als Darsteller weit über Schönberg hinaus bekannt ist Hans-Joachim Moll. Er spielt eine Hauptfigur des Stücks, den Invalidenrentner Jonas Gnatzkowitz. Seitdem seine Frau ihn verlassen hat, lässt sich Jonas motivationslos gehen. Er ist auf gesundheitliche Betreuung angewiesen. Über Geld verfügt er nicht mehr. Er hat es verprasst. An seinem Dilemma kann auch seine Pflegekraft nicht Wesentliches ändern. Als jetzt auch noch die Zwangsräumung der Gartenhütte von Jonas Gnatzkowitz ansteht, betritt Willi Mühlenberg als Polizist Udo Achtmann die Bühne. Die Situation eskaliert, denn der Beamte ist der neue Liebhaber von Jonas’ Ehefrau. Das kann nicht gut gehen. Geht es auch nicht. Auf beiden Seiten wird zu den Waffen gegriffen. Nur mit äußerster Raffinesse und dem Einsatz von Alkohol gelingt es der Pflegerin, gespielt von der Schönberger Bühnenleiterin Beate Eggert, ein Blutvergießen zu verhindern. Allerdings hat der Schnaps erhebliche Nebenwirkungen.

So kommt in „Wiewer un anner Katastrophen“eine Handlung in Gang, die für Irrungen und Wirrungen auf der Bühne sorgt – und für viel Heiterkeit im Publikum. So viel verrät der Koautor und Regisseur Rudolf Korf vorab: „Für zusätzliche Verwirrung sorgt eine parallel laufende Initiative, die anonym das verspekulierte Grundeigentum von Jonas in ein Sozialprojekt überführen möchte, um Finanzspekulationen zu unterbinden. Da alle Bestrebungen separat betrieben, aber am gleichen Ort ausgetragen werden, kollidieren zwangsläufig sämtliche Aktionen miteinander.“ Alle Akteure würden in ein absolutes Chaos gestürzt, das nur für den Zuschauer vergnüglich bleibt, aber bis zum Ende die Spannung in der Gaunerkomödie aufrecht hält.

Eintrittskarten für die Aufführungen von „Wiewer un anner Katastrophen“ sind am kommenden Sonnabend, dem 13. Januar, und am Dienstag, dem 16. Januar, jeweils von 9 bis 12 Uhr für zehn Euro im Späldälgebäude in der Johann-Boye-Straße zu haben. Ab dem 17. Januar werden sie in der Gaststätte Soltow, Bahnhofstraße 2, verkauft. Restkarten sind nach Auskunft der Späldäl an der Abendkasse erhältlich.

Traditionsreiche Truppe

14 Schauspieler treten für die Schönbarger Späldäl auf. Unterstützt werden sie von technischem Personal. Als Bühnenleiterin engagiert sich Beate Eggert. Rudolf Korf führt in den Inszenierungen Regie. Die niederdeutsche Bühne ist offen für weitere Darsteller.

Seit 1947 ist die Schönbarger Späldäl ein Garant für gute Unterhaltung. Wilhelm Runge war ihr erster Bühnenleiter. Viele Jahre leitete Rolf Schümann das Theater. Er schrieb auch zahlreiche Stücke für die Späldäl in seiner Heimatstadt.

Jürgen Lenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Veranstaltung findet heute in der Schönberger St.-Laurentius-Kirche statt.

05.01.2018

Zur Mitgliederversammlung lädt der FC Schönberg 95 am kommenden Mittwoch, den 10. Januar, ein. Sie beginnt um 19 Uhr im Sportlerheim des Vereins im Palmberg-Stadion.

05.01.2018

Sechs Mitglieder umfasst das Klützer Gremium zum Millionenprojekt.

05.01.2018
Anzeige