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Kritik am Fällen einer Eiche

Schönberg Kritik am Fällen einer Eiche

Im Herzen wehgetan hat Renate Hosbach das Fällen einer Eiche am Stadtrand von Schönberg. Die Schönbergerin berichtet, dass sie den Baum bereits seit 2005 beobachtet hat.

Schönberg. Im Herzen wehgetan hat Renate Hosbach das Fällen einer Eiche am Stadtrand von Schönberg. Die Schönbergerin berichtet, dass sie den Baum bereits seit 2005 beobachtet hat. Sie habe die Eiche immer bewundert. Auch viele andere Spaziergänger sahen den Baum. Er wurde drei Meter hoch. Renate Hosbach sagt: „Eine Eiche braucht sehr lange zum Wachsen.“ Die Schönbergerin gibt zu bedenken: „Wenn wir die Eichen nicht im Kindesalter schützen, dann können sie nicht groß werden.“ Festzustellen sei, dass in Schönberg viele Bäume gefällt würden, aber gegen die Ausbreitung des giftigen Jakobskreuzkrauts werde nichts unternommen.

Renate Hosbach wandte sich wegen der gefällten Eiche zunächst ans Amt Schönberger Land, dann an die Straßenmeisterei, schließlich an die Verwaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg. Eine Mitarbeiterin dort wies auf den Paragraphen 18, Absatz eins, des Gesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommerns zur Ausführung des Bundesnaturschutzgesetzes hin, in dem es heißt: „Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 100 Zentimetern, gemessen in einer Höhe von 1,30 Metern über dem Erdboden, sind gesetzlich geschützt. Dies gilt nicht für Bäume in Hausgärten, mit Ausnahme von Eichen, Ulmen, Platanen, Linden und Buchen.“ Der Stammumfang der Eiche war deutlich unter 100 Zentimeter. Die Schönbergerin interpretiert die Worte „mit Ausnahme von Eichen, Ulmen, Platanen, Linden und Buchen“ so, dass diese fünf Baumarten unabhängig von Ort und Stammumfang geschützt seien. Der Landkreis teilte dagegen auf Anfrage der OZ mit: „Die Interpretation von Frau Hosbach hinsichtlich des Paragraphen 18, Absatz eins, ist nicht richtig, vielmehr wird damit ausgedrückt, dass in Hausgärten nur die aufgeführten fünf Arten geschützt sind, jedoch auch erst ab einem Stammumfang von 100 Zentimetern, gemessen in einer Höhe von 1,30 Metern über dem Erdboden.“ Der Kreis kündigte aber an: „Dessen ungeachtet wird den Hinweisen von Frau Hosbach hinsichtlich der Fällung durch die untere Naturschutzbehörde nachgegangen.“ jl

LN

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