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Nordwestmecklenburg Kunden der VR-Banken protestieren
Lokales Nordwestmecklenburg Kunden der VR-Banken protestieren
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20:33 21.04.2017

Nach der Ankündigung der Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Banken), Filialen in Nordwestmecklenburg schließen zu wollen, wächst der Unmut bei den Kunden. Nun hat sich eine Gruppe gebildet, die sich bei den anstehenden Regionalversammlungen des Geldinstituts Gehör verschaffen will. „Dort wird es einen Bericht des Vorstandes geben und wir werden uns zu Wort melden“, sagt August-Wilhelm Gau, VR-Bank-Kunde aus Lützow.

Die VR-Bank-Filiale in Klütz wird auch geschlossen. Quelle: Foto: Oz

Auch der 76-Jährige ist von der Entscheidung betroffen, denn die Anlaufstelle in seinem Wohnort soll dichtgemacht werden. „Wir wissen, dass wir keine großartigen Veränderungen mehr erzielen werden“, sagt Gau, „doch mit der Art und Weise, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist, sind wir nicht einverstanden.“ Die Gruppe bemängelt konkret, dass allein Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Banken den Entschluss gefasst hätten, Filialen zu schließen. „Da hängen auch Arbeitsplätze dran. Und wir finden, dass nicht nur ein Gremium von sechs oder acht Leuten darüber entscheiden sollte“, betont Gau.

Für ihn gehöre die Mitgliederversammlung bei derartig gravierenden Einschnitten dringend mit an den Tisch. „Mit der Aktion erhoffen wir uns, dass in Zukunft solche wichtigen Entscheidungen mit der Mitgliederversammlung abgestimmt werden“, sagt der Lützower. Und er ist sich sicher: „Es werden weitere solcher Einschnitte bei den VR-Banken kommen.“

Neben August-Wilhelm Gau gehören auch noch Hans-Jürgen Luckmann aus Gutow, Bruno Kofahl aus Grevesmühlen, Heinz Genke aus Velböken sowie Helmut Vobis aus Klütz zu der Protestgruppe.

Die VR-Banken hatten Ende Februar mitgeteilt, dass sie sieben ihrer 38 Standorte in Mecklenburg-Vorpommern schließen werden. Im Nordwestkreis sind die Filialen in Klütz, Lützow, Neuburg, Neukloster und Schlagsdorf betroffen.

heid

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