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Nordwestmecklenburg Kunst am Polizeigebäude – Künstlerin aus Wismar gewinnt Wettbewerb
Lokales Nordwestmecklenburg Kunst am Polizeigebäude – Künstlerin aus Wismar gewinnt Wettbewerb
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18:15 25.06.2016
Was aus der Nähe wie bunte Flecke aussieht, bildet aus der Ferne Möwenschwärme in den Landesfarben Blau, Gelb und Rot. Quelle: S. Kartheuser

Die Polizeiinspektion in Wismar bekommt zwischen dem Alt- und dem Neubau einen Sicherheitszaun. Über die Stahlpfosten fliegen drei Möwenschwärme – in Blau, Rot und Gelb. Die Idee hatte Susanne Gabler, Künstlerin aus Wismar. Sie hat den Wettbewerb gewonnen, den der Bauherr, der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), für die Zaungestaltung ausgelobt hatte. Der Herausforderung hatten sich außerdem die Künstler Udo Radtke, Miro Zahra, Annette Stüsser-Simpson und Ruzica Zajek gestellt.

Das Urteil der Jury, die mit Mitgliedern des Künstlerbundes MV, BBL-Mitarbeitern sowie Vertretern der Polizei und des Architekturbüros Stadt+Haus besetzt war, fiel einstimmig auf Susanne Gabler. „Uns hat die Leichtigkeit ihrer Idee gefallen. Jetzt sind wir gespannt auf die Umsetzung“, sagte Juryleiterin Renate U. Schürmeyer gestern bei der Präsentation.

Susanne Gabler (38) hatte nach einem Motiv gesucht, das die Dynamik in der Dr.-Leber-Straße widerspiegelt, in der sich Fußgänger, Radfahrer und Autos einen Verkehrsraum teilen, der wenig Lust zum Aufenthalt macht. Andererseits sollte es etwas sein, das zu Wismar passt. „So kam ich letztlich auf die Möwe, den charakteristischen Heimatvogel von Hafenstädten.“

In drei großen Wellenbewegungen sollen die Schwärme in gemilderten Landesfarben über den Edelstahlzaun fliegen. Dabei spielt die Wismarerin mit der Bewegung der Passanten. Denn im Stillstand aus der Nähe betrachtet werden nur farbige Flecken erkennbar sein, die scheinbar keinen Zusammenhang haben. Erst beim Gehen erschließt sich dem Betrachter das Motiv. „Es ist ein Spiel mit Farben und Bewegung“, sagt Gabler.

Doch wie gefällt den künftigen Mietern der Immobilie dieses Projekt im Rahmen Kunst am Bau? Kurz gesagt: gut. „Ich freue mich über den Entwurf, der sehr lebendig ist, und ich freue mich über die doch sehr passende Farbgebung“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion (PI), Dr. Michael Peters. Bis der Zaun mit Kunstwerk steht, wird er aber vermutlich bis nächstes Jahr warten müssen. „Die Außenanlagen kommen immer als letztes“, sagte Michael Bleyder, BBL-Leiter des Geschäftsbereichs Schwerin. Er erklärte zudem, dass Kunst am Bau eine Verpflichtung sei, insbesondere wenn der Staat Bauherr ist.

Der BBL wird Hausherr der Immobilie bleiben, die Polizei sein Mieter. „Wir werden uns um die Bewirtschaftung kümmern, um die Pflege der Außenanlagen und darum, dass alles in Ordnung ist, damit die Polizei ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen kann“, erklärte Christian Hoffmann von der BBL-Stabsstelle.

Sylvia Kartheuser

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