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Nordwestmecklenburg Landessieger mit makellosem Körper und Dackelblick
Lokales Nordwestmecklenburg Landessieger mit makellosem Körper und Dackelblick
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22:31 04.11.2013
Preisrichterin Marianne Wein-Gysae (l.) begutachtet in der Landessiegerschau in Dassow einen Rauhaarteckel von Katrin Mante. Die Expertin ermittelt den Formwert nach einem internationalen Rassestandard. Quelle: Jürgen Lenz
Dassow

Sven Scheil ist stolz auf seine beiden Kurzhaardackel. Wegen ihnen ist der 37-Jährige Kieler nach Dassow gefahren. Zahlreiche Züchter haben es ihm gleichgetan. 83 Teckel aus ganz Deutschland und Dänemark traten vorgestern zur Landessiegerschau von Mecklenburg-Vorpommern an. „Hier werden die besten und schönsten Teckel in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt“, sagt Udo Rummelhagen. Der 59-Jährige aus dem Dassower Ortsteil Zarnewenz engagiert sich in seiner Freizeit als Vorsitzender des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern im 1888 gegründeten Deutschen Teckelklub.

Er sagt: „Wir sind zurzeit elf Gruppen in Mecklenburg-Vorpommern mit 400 Mitgliedern.“ Was bereitet ihm in seinem Hobby Freude? „Die Arbeit mit den Teckeln.“ Sie seien hervorragende Stöberhunde und überhaupt nicht so störrisch wie manchmal gesagt werde. Von Vorteil sei auch, dass Dackel klein sind. „Man kann sie auf die Kanzel mitnehmen und im Rucksack tragen“, erklärt Udo Rummelhagen.

Dann erzählt er von der Geschichte der Teckelzucht, berichtet von dessen Pionier Wilhelm von Daacke und davon, dass Dackel ursprünglich für die Jagd unter der Erde gezüchtet wurden. Es sei relativ schwierig gewesen, Teckel zu bekommen. Kurz nach der Wende, 1990, hätten Züchter, Jäger und Freunde der Teckel den Landesverband gegründet, erzählt Udo Rummelhagen in Dassow. Er sagt, der Verband sei der Stadt dafür dankbar, dass sie die Dornbuschhalle zur Verfügung gestellt hat. Die Landessiegerschau ist für die Mitglieder der alljährliche Höhepunkt. Preisrichterinnen, die im In- und Ausland arbeiten, bewerten die Hunde, Auszeichnungen und Pokale werden vergeben, Erfahrungen und Kontaktdaten ausgetauscht.

Bei der Ermittlung des Formwertes — bis zu 100 Punkte werden vergeben — sind die Rassestandards vorgegeben. Die Preisrichterinnen begutachteten vorgestern Brustumfang und Gewicht, Fellzeichnung und Haarstruktur, Vorderhand und Hinterhand, die Rückenlinie, Vollständigkeit der Zähne und den Gesamteindruck des äußeren Erscheinungsbildes im Stand und in der Bewegung. Dabei urteilten die Expertinnen sachlich. Was sie überhaupt nicht beeindruckt: der Dackelblick der Kandidaten.

Jürgen Lenz

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