Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Landkreis fördert zusätzlich Schulsozialarbeit
Lokales Nordwestmecklenburg Landkreis fördert zusätzlich Schulsozialarbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:28 06.04.2016

Rund 3,7 Millionen Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket hat der Landkreis übrig, weil in den Jahren 2011 bis 2014 zu wenig Anträge eingegangen sind. Der Bund stellt diese Mittel zur Verfügung, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus einkommensschwachen Familien auch Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen. Das nicht verbrauchte Geld hat der Landkreis zweckentsprechend in den Folgejahren einzusetzen, ordnete das Sozialministerium an. Es soll nun vor allem für die Schulsozialarbeit bis zum Jahr 2020 ausgegeben werden.

Schulsozialarbeit soll weiter gefördert werden. Quelle: OZ

Bislang sind laut Kreistagsbeschluss fast 2,7 Millionen Euro dafür verplant sowie knapp 20000 Euro für die Einführung der Bildungskarte. Unterm Strich bleiben 1,01 Millionen Euro, die noch zur Verfügung stehen und für die noch kein Zweck vorgesehen ist.

Die Kreisverwaltung schlägt vor, das Geld ebenfalls für die Schulsozialarbeit einzusetzen. Zum einen sollen davon die zu erwartenden Tarifveränderungen für die bereits 14 Schulsozialarbeiter bis zum Jahr 2020 bestritten werden, erläuterte Karla Krüger, zweite stellvertretende Landrätin, unter anderem im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit. Zum anderen sei es möglich, ab 2017 befristet bis 2020 eine zusätzliche Schulsozialarbeiterstelle zu schaffen. Sie wird in der Claus-Jesup-Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Wismar benötigt. „Dann laufen die EU-Mittel aus, sodass ab dem Jahr 2020 die Schulsozialarbeit im Landkreis neu aufgestellt werden muss“, erklärte Karla Krüger.

Außerdem will die Verwaltung im Fachdienst Soziales 8950 Euro für die Systemerweiterung der Bildungskarte durch eine Anbieterfirma einsetzen. Das entsprechende Modul ermögliche es, den Leistungsanbietern von Bildung und Teilhabe (unter anderem Sportvereine, die Musikschule oder Nachhilfeorganisationen) über ein Prüffeld die Einzelabbuchungen transparenter darzustellen. Sie erhalten ein weiteres Prüffeld als Pflichtangabe bei einer Abbuchung von erbrachten Leistungen. Dadurch kann ein Monat mehrfach bedient werden. In dem Verwendungszweck werde deutlicher als bisher der ausgewählte Zeitraum dargestellt.

Folgt der Kreistag am 14. April dem Vorschlag der Verwaltung, werden insgesamt 537840 Euro von den unverplanten 1,01 Millionen Euro benötigt. Es stehen dann noch rund 472000 Euro als freie Mittel zweckgebunden für Bildung und Teilhabe zur Verfügung.

Die sechs Mitglieder im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit empfahlen dem Kreistag einstimmig, der Verwaltungsvorlage zuzustimmen.

Von Haike Werfel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Beim Gang durch den ehemaligen Haustierpark Tüzen erklärte Passees Bürgermeister Adolf Wittek dem Bundestagsabgeordneten Frank Junge (SPD) das Konzept.

06.04.2016

Kunst soll den Alten Markt in Neukloster verschönern. So hatten es die Stadtvertreter 2013 noch vor der Sanierung des Platzes beschlossen.

06.04.2016

Zwei Schülerinnen des Tannenberg-Gymnasiums waren beim Landesfinale „Jugend debattiert“ dabei.

06.04.2016
Anzeige