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Nordwestmecklenburg Landkreis moniert Umstiegszwang in Schwerin
Lokales Nordwestmecklenburg Landkreis moniert Umstiegszwang in Schwerin
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00:26 04.02.2016
Wenn wir das zulassen, verliert der ÖPNV für die Kunden an Attraktivität.“Dr. Roland Finke, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Planen beim Landkreis

Die Pläne der Landeshauptstadt Schwerin zu ihrem Regionalen Nahverkehrsplan stoßen dem Landkreis Nordwestmecklenburg sauer auf. Laut Entwurf sollen die Fahrgäste, die mit den Bussen aus dem Landkreis kommen, nicht mehr bis zum Hauptbahnhof fahren können. Begründet wird dieser Schritt damit, dass der Verkehr am Hauptbahnhof eingedämmt werden soll. So würde zukünftig an der Haltestelle „Kieler Straße“ in Lankow und am Klinikum ein Umstiegszwang in die öffentlichen Verkehrsmittel der Landeshauptstadt bestehen. „Die Regelung ist unakzeptabel. Dadurch verliert der ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr, Anm. d. Red.) an Attraktivität“, argumentiert Dr. Roland Finke, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Planen. „Im Nahverkehrsplan des Landkreises Nordwestmecklenburg ist die Haltestelle am Schweriner Hauptbahnhof als Hauptverknüpfungspunkt für den Regionalverkehr definiert.“

Zudem würde der Umstiegszwang die Nordwestmecklenburger finanziell und zeitlich belasten. So müssten Auszubildende durch das Lösen eines zusätzlichen Tickets im Monat 11,90 Euro zahlen, die anderen Fahrgäste 16,50 Euro. „Das vorrangige Ziel des ÖPNV ist die Steigerung der Attraktivität für den Kunden, welches aber nur gelingen kann, indem als ein zentraler Anbindungspunkt der Hauptbahnhof in der Landeshauptstadt Schwerin angefahren wird“, heißt es in einer Stellungnahme Finkes an die Landeshauptstadt. Insgesamt haben 13 Linien des Nordwestmecklenburger Nahverkehrs Berührungspunkte mit der Haltestelle am Hauptbahnhof.

Untermauern will der Landkreis seine Stellungnahme nun mit einer Zählung, um aufzuzeigen, dass viele Nordwestmecklenburger bis zum Hauptbahnhof fahren. Schwerin behauptete nämlich, dass das nicht der Fall sei.

Jana Franke

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