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Nordwestmecklenburg Landrätin Weiss: „Jede noch so kleine Aktion zählt“
Lokales Nordwestmecklenburg Landrätin Weiss: „Jede noch so kleine Aktion zählt“
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12:49 16.10.2015
Die Konferenz des Kreisjugendrings NWM in der Malzfabrik Grevesmühlen war gut besucht: Mehr als 60 Interessierte kamen. Quelle: Maik Freitag
Grevesmühlen

Die beiden 13-jährigem Robin Leske und Ingolf Holst sowie der 16-jährige Moritz Stemmler brachten ihre Ideen während der Workshops auf der Konferenz an diesem Abend ein.

„Wir engagieren uns seit 2012 für mehr Demokratie, entwickeln Ideen und nehmen an den Sitzungen des Fachdienstes Soziales teil“, erklärte Ingolf Holst. Er zeigte sich zudem erfreut über die Aussicht, dort vielleicht auch mal ein Stimmrecht eingeräumt zu bekommen. „Wenn wir regelmäßig daran teilnehmen, hat man uns in Aussicht gestellt, auch mit abstimmen zu dürfen“, sagte der 13-Jährige. So jung wie die drei Jungs vom Jugendparlament war zwar niemand sonst, aber auch viele andere der gut 60 Teilnehmer aus Schwerin, Warin, Palingen, Schönberg oder Rehna hatten Fragen und wollten gemeinsam nach passenden Antworten dazu suchen.

Eingeladen hatte der Kreisjugendring, der nach einer Förderung durch den Bund vom Landkreis zur federführenden Koordinationsstelle ernannt wurde. „Wir haben an einer Ausschreibung des Bundes teilgenommen und können dieses Jahr noch über 45000 Euro verfügen. In den kommenden vier Jahren jeweils über 50000 Euro", erklärte Landrätin Kerstin Weiss.

Die Verteilung der Finanzen für unterschiedlichste Projekte sei einfach, erklärte der Geschäftsführer des Kreisjugendrings, Dirk Menzel. Dazu sei auf der Internetseite www.demokratie-leben.de ein einseitiges Formblatt hinterlegt, dass kurz und knapp ausgefüllt werden müsse und dann schnellstens in der Geschäftsstelle im Wismarer Techenhaus eingereicht und bearbeitet wird. Als letzten Termin für dieses Jahr nannte Menzel den 30. November. „Aktionen bis 500 Euro werden besonders schnell bearbeitet. Schließlich sollen sie dieses Jahr noch umgesetzt werden", erklärte Menzel. Einzige Bedingung sei, dass das Projekt noch nicht begonnen habe.

„Gerade das aktuelle Thema Flüchtlinge hat gezeigt und zeigt immer wieder, dass es noch viel zu viel Extremismus gibt. Wir wollen etwas dagegen tun", begründete Menzel. Auch Kerstin Weiss betonte:

„Es gibt mittlerweile soviel Extremismus im Landkreis — ob Homophobie oder Rechtsextremismus. Jede noch so kleine Aktion zählt!“

Daran können auch die Jungen des Jugendparlaments arbeiten, denn die drei sind guter Dinge, noch in diesem Jahr ein Projekt auf die Beine zu stellen. „Wir werden hier diskutieren, ob und was wir machen können. Vielleicht an Schulen“, sagten die engagierten Schüler. Viel Zeit zur Planung bleibt nicht mehr, doch Dank des Engagements vieler Vereine und Initiativen lassen Projekte nicht auf sich warten.

Maik Freitag

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