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Nordwestmecklenburg Lehrlinge damals und heute
Lokales Nordwestmecklenburg Lehrlinge damals und heute
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20:10 02.06.2017
Grevesmühlen/Wismar

Bäcker sein war Schwerstarbeit: 100 Kilogramm schwere Mehlsäcke vom Mehlboden stemmen, wieder und wieder Kuchenbleche schleppen, Teig kneten, bis die Hände und Arme schmerzten. Durch technische Neuerungen hat sich das mit der Zeit geändert; vieles ist durch moderne Teigknetmaschinen, Rollwagen und Computer einfacher geworden. Handarbeit ist auch heute noch gefragt, bestimmend sind aber Kreativität, Geschick für Formen, Garnieren und Verzieren. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Zubereitung und Herstellung von Brot, Brötchen, Kleingebäck, Kuchen und Torten. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Danach stehen viele Möglichkeiten offen: Meisterprüfung und Selbstständigkeit, Betriebsleiter, technischer Betriebsberater, Brotprüfer.

Vor 100 Jahren fand die praktische Prüfung zum Bäckergesellen zur üblichen Arbeitszeit mitten in der Nacht beim Prüfungsmeister statt. Nur in Großstädten machte sich der Meister auf den Weg in die Lehrbackstube der Lehrlinge. Vom Bäckerverband galt: Wer backen, aber nicht rechnen konnte, sollte auch nicht Bäcker werden können. „Denn wenn einer von der Sorte selbstständig wird, verdirbt er mehr, als zehn Gescheite einholen können“, lautete die Begründung.

LN

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