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Nordwestmecklenburg Lehrstellen: Umdenken in Betrieben
Lokales Nordwestmecklenburg Lehrstellen: Umdenken in Betrieben
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20:12 01.09.2016

/Wismar. Der Wunsch nach einem bestimmten Ausbildungsberuf ist nicht immer zu realisieren. Gesucht werden in der Geschäftsstelle Grevesmühlen der Arbeitsagentur vor allem Köche, Restaurantfachfrauen/-männer, Kauffrauen/-männer im Einzelhandel und Verkäufer, um nur einige zu nennen. Die Jugendlichen fragen aber eher nach Ausbildungsplätzen in den Bereichen Medizinische Fachangestellte, Kfz-Mechatroniker, Kauffrau/-mann Büromanagement, Tischler und Fachinformatiker. So stehen sich 250 noch zu vergebene Ausbildungsstellen und 259 Jugendliche ohne Lehrstelle gegenüber. Was tun, um diese zu überzeugen, doch einen anderen Weg als gewünscht einzuschlagen? „Die Betriebe müssen attraktiv sein“, meint Guntram Sydow, Chef der Agentur für Arbeit Schwerin. Und damit meine er nicht nur allein die Bezahlung. Auch das Drumherum müsse stimmen. Ruheräume und kostenloses Wasser nannte er als einfache Beispiele. „Viele haben auch bereits umgedacht und bieten ein duales Studium an“, erklärt Anne Ebbecke, Sprecherin der Agentur für Arbeit Schwerin. „In Zeiten des Fachkräftemangels ist das clever“, schätzt sie ein. Denn damit würden sich die Betriebe die eigens ausgebildeten Leute sichern.

/Wismar. Der Wunsch nach einem bestimmten Ausbildungsberuf ist nicht immer zu realisieren.

Eine passende Ausbildung zu finden ist die eine Sache, im Betrieb zu bleiben eine andere. Obwohl sich im Geschäftsstellenbereich Grevesmühlen der Trend zeigt, dass viele ihre Auszubildenden übernehmen, gibt es im Landkreis noch viele jugendliche Arbeitslose unter 25 Jahre. Im August waren es 557. Das macht eine Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent. Auf ganz Deutschland geschaut liegt die Arbeitslosenquote in der Altersklasse bei 7,3 Prozent. Die wenigsten jugendlichen Arbeitslosen gibt es in Bayern. „Dort gibt es viel mehr Angebote des dualen Studiums“, weiß Kerstin Suppan, Teamleiterin in der Grevesmühlener Agentur, aus eigener Erfahrung. In Nordwestmecklenburg bieten das bisher nur einige wenige Betriebe an.

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Jugendarbeitslosigkeit weltweit in diesem Jahr zunehmen wird – vor allem in europäischen Ländern wie Kroatien, Spanien und Griechenland. So wundert es nicht, dass gerade im Gastronomiebereich Jugendliche aus diesen Ländern in Deutschland mit Kusshand genommen werden. So kommt einigen Betrieben im Landkreis Nordwestmecklenburg das Sonderprogramm MobiPro-EU zu Hilfe, mit dem Jugendliche aus dem Ausland als Auszubildende vermittelt werden.

Jana Franke

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