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Nordwestmecklenburg Lkw-Fahrer stirbt bei Arbeitsunfall
Lokales Nordwestmecklenburg Lkw-Fahrer stirbt bei Arbeitsunfall
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09:57 27.12.2017
Zahlreiche Rettungskräfte waren am 23. Dezember auf dem Molkerei-Gelände im Einsatz. Quelle: Fotos: Karl-Ernst Schmidt
Upahl

 Wie die Polizei mitteilte, hatte der 43-jährige polnische Fahrer sein Fahrzeug auf dem Betriebsgelände der Molkerei in Upahl abgestellt. Anschließend habe er sich vor das Fahrzeug begeben, um ein Tor zu öffnen. Dabei sei der Lastwagen losgerollt, der Mann wurde zwischen seinem Fahrzeug und dem Tor eingeklemmt, er starb noch an der Unfallstelle. Ein zweiter Lastwagen, der zu diesem Zeitpunkt auf der anderen Seite des Tores stand, wurde ebenfalls beschädigt. Dessen Fahrer hatte Glück, als der Wagen das Rolltor durchbrach, befand er sich außerhalb der Unfallstelle.

Einen Tag vor Heiligabend ereignete sich auf dem Molkerei-Gelände von Arla in Upahl ein Unfall.

Unmittelbar nach dem Unglück waren zahlreiche Rettungskräfte vor Ort, die Upahler Feuerwehr wurde von den Brandschützern aus Grevesmühlen unterstützt. Nach der Bergung des Lastwagens konnte der Fahrer nur noch tot geborgen werden.

Zurzeit laufen die Untersuchungen zur genauen Ursache. Zur Unfallaufnahme wurde ein Sachverständiger der Dekra eingesetzt. Konkrete Aussagen zur möglichen Ursache des tragischen Unfalls gab es bislang noch nicht. Fest steht lediglich, dass der Lastwagen auf der abschüssigen Rampe, die sich vor dem Tor befindet, selbstständig losgerollt ist. Mögliche Ursache könnten ein technischer Defekt sein oder der Fahrer könnte vergessen haben, die automatischen Bremssysteme zu aktivieren. Diese Möglichkeiten werden untersucht.

Es war der erste tödliche Unfall auf dem Betriebsgelände seit der Eröffnung der Molkerei in den 1990er Jahren. Täglich verlassen Dutzende Lastwagen das Gelände, um Milch beziehungsweise Milchprodukte anzuliefern und abzuholen. Für die Rettungskräfte war der Einsatz eine doppelte Herausforderung, denn der tödlich verletzte Fahrer war unter seinem Lastwagen eingeklemmt.

Unfälle wie auf dem Molkereigelände ereignen sich immer wieder. Erst Anfang November war ein 64-Jähriger in Bischofsheschwer verletzt worden, als er unter die Räder seines Tanklasters geraten war.

Der Sattelzug war losgerollt, nachdem der Fahrer ausgestiegen war. Mitte September war in Essen der Fahrer eines Lastwagens mit Anhänger ebenfalls schwer verletzt worden, er hatte versucht, den Anhänger anzukuppen. Bei dem Versuch, die Druckluftschläuche zu verbinden, setzte sich das Gespann in Bewegung und überrollte den Mann.

 Michael Prochnow

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