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Nordwestmecklenburg Lockwisch gestern und heute
Lokales Nordwestmecklenburg Lockwisch gestern und heute
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21:19 27.03.2015
Eine Ansichtskarte zeigt, wie Dorf Lockwisch 1908 aussah. Die meisten Bauernhäuser, Scheunen und Ställe im Ort existieren heute nicht mehr oder sind weitgehend verfallen. Der Teich am oberen Ende des Ortes ist ebenfalls verschwunden. Er wurde vor einigen Jahren zugeschüttet. Bald soll‘s aber wieder einen geben. Repro/ Quelle: Jürgen Lenz
Lockwisch

Mit elf Bauernstellen gehörte Lockwisch zu den prächtigen Dörfern im Fürstentum Ratzeburg. 1834 errichteten Arbeiter in dem Ort sogar das größte Bauernhaus, das es in Mecklenburg jemals gab. Es war mehr als 40 Meter lang und etwa zwölf Meter breit. Von ihm ist heute nichts mehr übrig. Arbeiter brachen es in den Siebzigerjahren ab, nachdem es, wie viele Gehöfte im Ort, baufällig geworden war. Der Hintergrund: Unter politischem und wirtschaftlichem Druck verließen 1952 fast alle Bauern in Lockwisch ihr Heimatdorf. Aber auch in den späteren Jahren der DDR zogen viele Menschen aus der Gemeinde, die aus Dorf Lockwisch, Hof Lockwisch und Petersberg besteht. Dorf Lockwisch wird heute offiziell nur noch Lockwisch genannt, obwohl der ursprüngliche Name weiterhin auf dem Ortsschild steht.

Vom alten Dorf sind einige Gebäude und die Straße erhalten. Sie soll nach dem Wunsch vieler Anlieger und einem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertreter von Donnerstagabend mit den alten Pflastersteinen erneuert werden und einen neuen Gehweg erhalten. Gesamtkosten inklusive Beleuchtung, Entwässerung und Wiederanlegen eines Teiches am oberen Ende: rund 670000 Euro. Die Gemeindevertreter hoffen auf 473000 Euro an Zuschüssen. Ohne sie wird nicht gebaut.

Jürgen Lenz

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