Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Lübsche Burg: Bagger rollen auf ehemaligem Russengelände
Lokales Nordwestmecklenburg Lübsche Burg: Bagger rollen auf ehemaligem Russengelände
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 18.10.2013
Schwere Technik im Einsatz: Hinter der rund 320 Meter langen Natursteinmauer auf dem „Russenberg“ wird eine Drainage verlegt.

Entlang der Mauer auf dem früheren Garnisonsgelände der Lübschen Burg herrscht seit Wochen rege Bautätigkeit. Von der Lübschen Straße aus sind Bagger und Radlader im Einsatz zu sehen. „Wir verlegen rückwärtig eine Drainage, damit die Stützmauer dauerhaft ihre Funktion gewährleistet und den Boden abfängt“, erklärt Stefanie Franze, Geschäftsführerin der Steffiner Firma Pick-Bau. Um die großen Laubbäume zu schützen, wird in ihrem Bereich die Drainage mithilfe einer Bodendurchschlagrakete verlegt. Im Anschluss soll die Firma die Natursteinmauer sanieren. Dazu werden offene Fugen geschlossen, fehlende Steine ersetzt und die Betonabdeckung erneuert. Diese Arbeiten sollen, wenn es die Witterung zulässt, bis zum 15. November beendet sein.

Im Zuge der Erschließung des neuen Wohngebietes „Lübsche Burg“ waren bei einer Überprüfung Standsicherheitsprobleme der etwa 320 Meter langen Mauer festgestellt worden. „Sie ist mit der Garnison Mitte der Dreißigerjahre errichtet worden“, weiß Gunter Scharf von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSK). Sie hat als Treuhänderin der Hansestadt Wismar im besagten Wohngebiet elf Baugrundstücke für sogenannte Stadtvillen (Ein- und Mehrfamilienhäuser) erschlossen. „Aufgrund der großen Nachfrage wurden der Verkauf und die Erschließung parallel durchgeführt“, informiert der Architekt für Stadtplanung. Deshalb gibt es für die Anliegerstraße zwei Ausbaustufen. Sie soll Ende August nächsten Jahres fertiggestellt werden. Dann sind laut Gunter Scharf 80 bis 90 Prozent der Häuser errichtet.

Im Auftrage der DSK wird derzeit noch ein drittes Vorhaben im Bereich der Lübschen Burg umgesetzt. In Nachbarschaft des Wohngebietes, auf dem Gelände des Technischen Landesmuseums Phantechnikum, wird ab kommender Woche der letzte Flügel des ehemaligen Kasernengebäudes abgebrochen. Die Arbeiten sind bis Ende November vorgesehen.

Ursprünglich sollte dieser parallel zur Lübschen Straße stehende Flügel wie die übrigen Gebäudeteile saniert werden. „Weil er zu viele Jahre leer stand, ist das Bauwerk nicht mehr zu halten“, berichtet Projektleiter Scharf. Um das Museumsgebäude durch die Abbrucharbeiten nicht zu beeinträchtigen, wurde eine sogenannte Schnittfuge festgelegt, wie der Fachmann sagt. Der dadurch entstandene offene Giebel, fünfzehn mal zehn Meter groß, wird anschließend winterfest gemacht. Erst im Frühjahr, ab mindestens zehn Grad Celsius, ist für den verbleibenden Teil eine Sanierung des Betons möglich.

Laut Gunter Scharf wird die Planung für den anstehenden zweiten Bauabschnitt des Technischen Landesmuseums derzeit überarbeitet. Für den Flügel soll es einen Ersatzneubau geben, um den laut Konzeption vierten Bereich der Ausstellung unterzubringen. Nach Feuer, Wasser und Luft wird er dem vierten der Grundelemente, der Erde, gewidmet. Zuguterletzt ist noch ein Neubau geplant, der den Hof wieder schließen soll. Er ist fürs Magazin und für Werkstätten vorgesehen. Der große Fundus des Technischen Landesmuseums ist derzeit in mehreren Gebäuden in Wismar untergebracht.

Dieser zweite Bauabschnitt beinhaltet auch die Gestaltung der übrigen Freiflächen. Wann er realisiert werden kann, steht noch nicht fest. Zunächst ist die Finanzierung zu klären. Die Entscheidung trifft dann die Bürgerschaft der Hansestadt.

Die Planung für den zweiten Bauabschnitt des Technischen Landesmuseums wird überarbeitet.“Gunter Scharf, Deutsche Sanierungs- und Grundstücksentwicklungs- gesellschaft

Haike Werfel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dassower Grundschüler verkaufen Kuchen im Blumen- und Pflanzenmarkt Schönberg.

18.10.2013

Das Ostseebad Boltenhagen kommt bei Urlaubern überwiegend positiv an. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Kurverwaltung, bei der 275 Fragebögen ausgefüllt wurden.

18.10.2013

Zum „Tag der Alleen“ steht wieder der Erhalt der Warnower Linden im Vordergrund.

18.10.2013
Anzeige